Krediteinsicht für ausländische Banken
Sieben Länder der Euro-Zone haben sich auf einen verbesserten Informationsaustausch für Geschäftsbanken über Auslandskredite von Firmenkunden verständigt.
"Die Banken erhalten so einen besseren Überblick über die Gesamtverschuldung ihrer Kunden, was zu einer besseren Risikobeurteilung der Kreditnehmer führen wird", sagte Deutsche-Bundesbank-Vorstandsmitglied [DB] Edgar Meister am Montag bei der Vorlage der Absichtserklärung [Memorandum of Understanding] in Frankfurt.
Die Notenbankchefs aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Portugal und Spanien haben sich darauf verständigt, dass die Geschäftsbanken künftig Informationen über die Verschuldung ihrer Kreditnehmer und potenzieller Schuldner im Ausland erhalten.
Auch Beitrittsländer sollen teilnehmen
Zunächst nehmen nur diese Länder teil, da es dort schon so
genannte Kreditregister [Evidenzzentralen] gibt. "Es gibt aber eine
Öffnungsklausel, sodass weitere Länder - insbesondere die
EU-Beitrittskandidaten - teilnehmen können", sagte der für
Bankenaufsicht zuständige Meister.
EUBeginn in zwei Jahren
Der grenzüberschreitende Informationsaustausch solle spätestens in zwei Jahren beginnen. Banken sollen dann entweder in einem automatisierten Verfahren oder auf Ad-hoc-Anfrage die Verschuldung eines Kreditnehmers bei einem ausländischen Institut abfragen können, und zwar im Rahmen der nationalen Gesetze.
