USA nach Sendmail-Lücke nervös
Eine Sicherheitslücke in Sendmail, einer Software, die für die Auslieferung von rund drei Viertel aller weltweit verschickten E-Mails verantwortlich ist, macht die amerikanische Behörden angesichts eines möglichen Irakkriegs nervös.
Sie befürchten, dass Hacker die Sicherheitslücke ausnutzen könnten, um die Infrastruktur des Internets in den USA anzugreifen. So könnten "Internet-Terroristen" die Kontrolle über Zehntausende Computer übernehmen und über sie mit einer Flut von E-Mails das Internet überschwemmen.
Patches stehen zum Download bereit
Der Sendmail-Bug wurde bereits im Jänner entdeckt und unter
Beiziehung des US-Heimatschutzes gepatcht.
US-Heimatschutz regelte Sendmail-KriseEin Sicherheitsexperte des Instituts SANS warnte, die Gefahr sei besonders groß, weil die betroffenen Computer zu den leistungsfähigsten Rechnern gehörten.
Das Heimatschutzministerium unterstützt private Firmen bei dem Plan, den Nutzern des Programms möglichst schnell ein Sicherheits-Update anzubieten. Es werde sogar erwogen, einen Internetwurm zu entwickeln, der die anfälligen Rechner ausfindig macht.
Experten sehen in der Zusammenarbeit des Heimatschutzministeriums mit privaten Internet-Sicherheitsfirmen ein Modellfall für die Bewältigung künftiger Bedrohungen.
