Millionenstrafe für Technologieexport
Boeing und Hughes Electronics haben sich mit dem US-Außenministerium auf eine Zahlung von 32 Mio. USD geeinigt.
Das Ministerium hatte den beiden Konzernen den unerlaubten Export von Satellitentechnologie vorgeworfen. Mit dem Vergleich werden alle Untersuchungen eingestellt. Den beiden Unternehmen drohten in diesem Verfahren Strafen in einer Höhe von bis zu 60 Mio. USD und striktere US-Exportkontrollen.
"Abteilung zur Exportkontrolle"
Unter der Regelung wird Hughes 15 Mio. USD in den nächsten sieben
Jahren an das US-Außenministerium zahlen, Boeing wird weitere fünf
Mio. USD beisteuern. Die restlichen zwölf Mio. wird Boeing in den
Ausbau einer Abteilung zur Exportkontrolle investieren.
HughesAlles in allem sollen die beiden Unternehmen 123 Verstöße gegen das Außenhandelsgesetz begangen haben.
Das Verfahren des Ministeriums bezog sich auf zwei Vorfälle in den Jahren 1995 und 1996. Damals wollte Hughes Space and Communications wegen Kapazitätsengpässen der US-Unternehmen zwei Satelliten mit chinesischen Raketen in den Orbit befördern. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit sollen auch technische Informationen an die chinesischen Behörden geflossen sein.
Boeing hat Hughes Space and Communications erst im Jahr 2000 von Hughes übernommen. Boeing Satellite Systems und Hughes sind die beiden größten Satellitenbetreiber in den USA.
