05.03.2003

D-CINEMA

Bildquelle: fuZo

Neuer Chip für Digitalprojektoren

Texas Instruments will anlässlich der ShoWest 2003 in Las Vegas seinen neuen Chip für professionelle Kinofilm-Projektoren vorstellen, der einen weiteren Schritt in Richtung digitales Kino ermöglichen soll.

Der Chip soll bei Projektoren eine Auflösung von mindestens 2.000 Linien auf einer Kinoleinwand bieten. Erste Chips sollen im dritten Quartal dieses Jahres produziert werden.

Filmstudios und Filmemacher stellten dem Chip nach ersten Tests gute Noten aus, warnten aber davor, dass fehlende Standards das Vorwärtskommen des digitalen Kinos weiter verzögern könnten.

Bessere Qualität

Die Digital Cinema Initiatives [DCI], ein Zusammenschluss von sieben großen Filmstudios, sucht jedoch nach Standards und Businessmodellen, die das digitale Kino profitabel machen sollen. Laut Branchenkreisen will die DCI vor allem Spezifikationen festlegen, welche die Ausstrahlung von Filmen erst ab einer Auflösung von zwei K erlaubt.

Digitales Kino soll vor allem mehr optische Qualität für den Zuschauer bringen. Das bisher verwendete Filmmaterial wird vor allem durch oftmaliges Abspielen mit der Zeit unansehnlich, zudem erhoffen sich die Studios bis zu eine Mrd. USD Ersparnis, da die Zelluloidrollen nicht mehr kopiert und verteilt werden müssten.

Doch nicht nur TI entwickelt neue Chips, auch JVC lässt bereits Chips von Kodak testen, die ebenfalls einen Prototyp eines "2-K"-Projektors vorgestellt haben.

Teurer Umstieg

Ein endgültiger Umstieg auf digitales Kinoerlebnis wird allerdings teuer werden. Schätzungen zufolge soll allein die Umstellung auf digitale Projektoren in den USA rund 5,5 Mrd. USD kosten.