04.03.2003

AUSKUNFT

Bildquelle: Telegate

Kurzarbeit bei Telegate

Deutschlands zweitgrößte Telefonauskunft Telegate schickt wegen deutlich gesunkener Anruferzahlen fast die komplette Belegschaft in Kurzarbeit.

Betroffen seien von April an rund 2.000 Beschäftigte in acht Call-Centern in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg, sagte eine Telegate-Sprecherin. Nur die rund 50 Mitarbeiter in der Münchner Konzernzentrale bleiben verschont.

Im vergangenen Jahr war die Zahl der Anrufe bei Telegate von 150 auf 119 Millionen zurückgegangen. "Wir haben dadurch im Moment Überkapazitäten", sagte die Sprecherin. Verantwortlich für den Anruferrückgang sei vor allem die kostenlose Internet-Auskunft des größten Konkurrenten Deutsche Telekom.

Einstieg in Österreich

Telegate hat erst im Jänner auch in Österreich ein Auskunftsservice gestartet. Das Unternehmen will hier in seinem ersten Geschäftsjahr rund eine Million Anrufe abwickeln und sich damit bis Jahresende einen Marktanteil von fünf Prozent sichern.

Eine Telegate-Sprecherin sagte im Gespräch mit der fuZo, dass diese Aktivitäten von der Kurzarbeit zunächst nicht betroffen seien.