03.03.2003

AKG

Bildquelle: akg

Verteiltes Rechnen für Funkmikrofone

Einen der größten Rechner-Cluster Österreichs hat derzeit AKG installiert. Die Wiener Soundspezialisten berechnen mit Hilfe einer selbst entwickelten Distributed-Computing-Lösung auf ihrem Unternehmensrechner die optimale Frequenzaufteilung für Funkmikrofone.

Um mehrere Drahtlosmikrofone gleichzeitig optimal zu betreiben, werden Sendefrequenzen benötigt, die einander nicht oder nur minimal beeinflussen. Die Berechnung dazu für 16 Frequenzen mit einem 800-MHz-PC würde drei Monate benötigen, die Berechnung für 19 Frequenzen würde auf dieser Basis rund 390 Jahre dauern.

Wolfram Roch von AKG hat daher gemeinsam mit Norbert Frese ein Client-Programm entwickelt, das nun auf 230 PCs im gesamten Firmennetzwerk der AKG im Hintergrund läuft. Damit konnte die Berechnung von 16 Frequenzen auf 9,3 Stunden verkürzt werden.

19 Frequenzen im Visier

Auch die Berechnung von 17 Frequenzen hat Roch nach nur fünfeinhalb Tagen bereits abgeschlossen. Derzeit läuft die Berechnung von 18 Frequenzen, Ziel ist es, 19 Frequenzen zu berechnen.

Die Notwendigkeit zu dieser voluminösen Berechnung ergab sich aus der Entwicklung des Drahtlosmikrofon-Systems "WMS 4000", das AKG diese Woche erstmals auf der Frankfurter Fachmesse für Veranstaltungs- und Kommunikationstechnik, "ProLight+Sound", vorstellt.

Die laufende Kalkulation von 18 Frequenzen soll 77 Tage dauern. Für die vollständige Berechnung von 19 Frequenzen sind mit den derzeitigen Kapazitäten der AKG noch 2,98 Jahre notwendig. Eine arbeitsfähige Lösung konnte allerdings in kürzerer Zeit errechnet werden.