Verdacht auf Preisabsprachen bei SRAM

Deutschland
31.10.2006

Wegen des Verdachts der Preisabsprache haben die EU-Wettbewerbshüter Büros von mehreren deutschen Herstellern von SRAM-Speicherchips durchsucht.

Die EU-Kommission selbst machte am Dienstag keine Angaben dazu, um welche Unternehmen es sich handelte.

In der Zwischenzeit gab Samsung bekannt, dass sein Deutschlandbüro durchsucht wurde. Der Hersteller wolle völlig kooperieren. Die Durchsuchungen fanden am 11. Oktober statt.

"Kommissionsmitarbeiter haben unangekündigte Kontrollen auf dem Gelände von einigen SRAM-Herstellern in Deutschland ausgeführt", hieß es in einer Erklärung von Seiten der EU-Kommission.

Die Kommission habe Grund zur Annahme, dass die Unternehmen einen Artikel des EU-Rechts verletzt hätten, der Praktiken wie Preisabsprachen verbiete.

Die Firmen haben zwei Monate Zeit, ihre Unschuld zu beweisen. Sollten sich die Anschuldigungen bewahrheiten, drohen Strafen von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes.

Parallelaktion in den USA

Parallel dazu scheinen auch die Behörden in den USA aktiv zu sein. Sony gab heute bekannt, von den US-Regulatoren wegen seines SRAM-Geschäfts eine Vorladung erhalten zu haben.

Auch Cypress gab Mitte Oktober bekannt, vom US-Justizministerium wegen seiner SRAMs kontaktiert worden zu sein.

(APA | AP | Reuters)