02.03.2003

MATRIX FORUM

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Magnet City, versunkene Online-Stadt

magnetCity war schon eine Stadt, als das Web noch ein globales Dorf war. 1994, dem Startjahr der City, zählte das Web gerade 3.800 Sites - weltweit, wohlgemerkt. Und Modems wurden damals noch langwierig von der Postbehörde genehmigt. Oder vielmehr nicht genehmigt, wenn sie mehr als 300 Bytes pro Sekunde übertragen konnten.

Unter derart unwirtlichen Bedingungen wagte sich der damalige WU-Student Klaus Matzka ans virtuelle Reissbrett und versuchte sich als Architekt einer Cyber-Stadt.

Die Cyber-Stadt

Ein Parlament sollte sie haben, die Stadt, und einen Marktplatz. Auch einen Freizeitpark, in dem sich die Bürger tummeln und vergnügen sollten. Und was eine ordentliche Stadt ist, hat auch eine Autobahn, eine Auffahrt zum Datenhighway, mit weltweiten Diskussionsforen. Eine kostenlose e-Mail-Adresse für jeden Bewohner, grenzenlose Kommunikation und Information, die ganze Welt für 99 Schilling.

Erinnerungen an die erste online-Heimat

Als magnetCity errichtet wurde, war die Ausgabe von Gratis CD-ROMs mit Zugangssoftware noch ein Luxus, den sich kaum wer leisten konnte. Per ftp und Befehlseingabe musste man die sogenannte First-Class Software runterladen, dann erst erstrahlte der Rechner unter einer grafischen Benutzeroberfläche.

Traf Post im e-mail Fach ein, hing ein rotes Fähnchen raus, es gab Foren zu den unterschiedlichsten Themen und wer Troubles mit seinem Rechner hatte, holte sich Hilfe in der Mac- bzw. der PC-Selbsthilfegruppe.