28.02.2003

ÖSTERREICH

Bildquelle: fuZo

Nokia erwartet Wachstum auf Handymarkt

Nach einer Stagnation des österreichischen Mobiltelefonmarkts im abgelaufenen Jahr 2002 würden heuer wieder um fünf bis zehn Prozent mehr Handys abgesetzt, schätzt der Geschäftsführer von Nokia Österreich, Heikki Tarveinen.

Vor allem Kamerahandys sowie Geräte mit polyphonen Klingeltönen und Farbdisplays sollen das Wachstum ankurbeln.

Wachstumstreiber Imaging und Entertainment

Der Absatz von neuen Handys mit Zusatzfunktionen wie etwa integrierten Kameras sei in Österreich bereits im Weihnachtsgeschäft "sehr gut angelaufen". Neue mobile Services seien nun endlich "Realität".

Wachstumstreiber seien vor allem die Bereiche Imaging [Versand von Fotos via MMS - Multimedia Messaging Service] und Entertainment [Spiele, Musik - etwa polyphone Klingeltöne, FM-Tuner und MP3-Player].

"Fast alle neuen Nokia-Handys haben ein Farbdisplay, polyphone Klingeltöne und sind MMS-fähig", so Tarveinen. Wichtig für den Erfolg der neuen Applikationen seien aber die Preise, die einfache Bedienbarkeit und die Kompatibilität mit Netzen der Mitbewerber.

Trend zum Zweit- und Dritthandy

Über die anstehende Einführung der dritten Mobilfunkgeneration UMTS [Universal Mobile Telecommunications System] gibt sich Tarveinen optimistisch: "UMTS funktioniert, kommt und wird 'business as usual' sein."

Nokia habe weltweit bereits 10.000 UMTS-Handys ausgeliefert, in Österreich sollen die ersten Handys der dritten Generation im zweiten Quartal 2003 auf den Markt kommen.

Die Mobilfunkpenetration, die in Österreich bereits bei über 80 Prozent liegt, werde bis 2004 auf über 100 Prozent steigen, da der Trend zum Zweit- und Dritthandy immer stärker werde, prognostiziert Tarveinen.

Negative Auswirkungen der anhaltenden Konjunkturflaute auf den Mobilfunksektor erwartet Tarveinen nicht: Kommunikation sei so zentral und gehöre so stark zum Alltag, dass niemand darauf verzichten wolle.