Nokia erwartet Wachstum auf Handymarkt
Nach einer Stagnation des österreichischen Mobiltelefonmarkts im abgelaufenen Jahr 2002 würden heuer wieder um fünf bis zehn Prozent mehr Handys abgesetzt, schätzt der Geschäftsführer von Nokia Österreich, Heikki Tarveinen.
Vor allem Kamerahandys sowie Geräte mit polyphonen Klingeltönen und Farbdisplays sollen das Wachstum ankurbeln.
2002: 2,5 Mio. Handys in Österreich verkauft
Nokia selbst hat 2002 in Österreich den Umsatz mit Handys und
Netzwerken um 0,5 Prozent auf 370 Mio. Euro gesteigert. Insgesamt
wurden 2,5 Mio. Handys im Vorjahr in Österreich verkauft.
Nokia verdoppelt JahresgewinnWachstumstreiber Imaging und Entertainment
Der Absatz von neuen Handys mit Zusatzfunktionen wie etwa integrierten Kameras sei in Österreich bereits im Weihnachtsgeschäft "sehr gut angelaufen". Neue mobile Services seien nun endlich "Realität".
Wachstumstreiber seien vor allem die Bereiche Imaging [Versand von Fotos via MMS - Multimedia Messaging Service] und Entertainment [Spiele, Musik - etwa polyphone Klingeltöne, FM-Tuner und MP3-Player].
"Fast alle neuen Nokia-Handys haben ein Farbdisplay, polyphone Klingeltöne und sind MMS-fähig", so Tarveinen. Wichtig für den Erfolg der neuen Applikationen seien aber die Preise, die einfache Bedienbarkeit und die Kompatibilität mit Netzen der Mitbewerber.
Japaner führen bei Kamerahandys
Auf dem wachsenden Markt für Mobiltelefone mit eingebauter
Digitalkamera haben die japanischen Hersteller die Nase vorn. In den
ersten neun Monaten 2002 wurden weltweit 9,5 Millionen Kamerahandys
verkauft, 7,9 Millionen davon allein in Japan.
Japan im mobilen Foto-FieberTrend zum Zweit- und Dritthandy
Über die anstehende Einführung der dritten Mobilfunkgeneration UMTS [Universal Mobile Telecommunications System] gibt sich Tarveinen optimistisch: "UMTS funktioniert, kommt und wird 'business as usual' sein."
Nokia habe weltweit bereits 10.000 UMTS-Handys ausgeliefert, in Österreich sollen die ersten Handys der dritten Generation im zweiten Quartal 2003 auf den Markt kommen.
Die Mobilfunkpenetration, die in Österreich bereits bei über 80 Prozent liegt, werde bis 2004 auf über 100 Prozent steigen, da der Trend zum Zweit- und Dritthandy immer stärker werde, prognostiziert Tarveinen.
Negative Auswirkungen der anhaltenden Konjunkturflaute auf den Mobilfunksektor erwartet Tarveinen nicht: Kommunikation sei so zentral und gehöre so stark zum Alltag, dass niemand darauf verzichten wolle.
Nokia weltweit mit Marktanteil von 38 Prozent
Weltweit rechnet Nokia bis zum Ende des Jahrzehnts mit einem
Anstieg von derzeit einer Mrd. auf zwei Mrd. Handys. 2002 wurden
weltweit 405 Mio. Mobiltelefone abgesetzt. Nokia hatte davon 152
Mio. Handys verkauft und einen Marktanteil von 38 Prozent erreicht.
2002 wurden über 400 Mio. Handys verkauft
