25.02.2003

US-VORHABEN

Bildquelle: fuZo

Virtuelle Kinderpornos doch erlaubt

Der US-Senat hat am Montag einem Gesetzesentwurf [Protect Act] zugestimmt, der bestehende Gesetze gegen Kinderpornografie verschärfen soll.

Die Mitglieder des Senats stimmten mit 84:0 dafür, dass Filmproduzenten, die der Kinderpornografie beschuldigt werden, ab sofort beweisen müssen, dass die Darsteller sexueller Handlungen zum Zeitpunkt der Aufnahmen volljährig waren.

Das soll es einfacher machen, Bilder aus dem Internet als Beweise in Gerichtsverfahren zu verwenden.

Die Strafverfolger wollen damit verhindern, dass sich Pornoproduzenten unter dem Vorwand, die Fotos seien rein computergeneriert, entlasten können.

Erste Entwürfe zu weit reichend

Im April 2002 hatte sich der Oberste Gerichtshof gegen einen ähnlichen Gesetzesentwurf, den "Child Pornography Prevention Act" [CPPA], ausgesprochen, da er alle Darstellungen von Personen in einem eindeutig sexuellen Zusammenhang verbot, die minderjährig [unter 18] "scheinen".

Demnach wären auch zahlreiche Hollywood-Produktionen wie etwa "Romeo und Julia" [mit Leonardo di Caprio und Claire Danes] mit echten und erwachsenen Schauspielern, die besonders jung aussehen, verboten gewesen.