24.02.2003

HANDYS

EMTS-Prüfung dauert länger als erwartet

Über den an der Zürcher Börse notierten Salzburger Handydienstleister EMTS, der durch Vorwürfe wegen Bilanzmanipulation und die Kündigung der Verträge durch Nokia in Bedrängnis geraten ist, werden nicht - wie ursprünglich angekündigt - bis Ende Februar die Ergebnisse der vom Wirtschaftsprüfer KPMG derzeit durchgeführten Prüfung vorliegen.

Die Prüfung sei noch nicht abgeschlossen, sagte EMTS-Vorstandschef Christian Rosner am Montag. Wann die genauen Ergebnisse vorliegen werden, konnte Rosner nicht sagen.

Nokia zurückgewinnen

EMTS ist derzeit auf der Suche nach einem strategischen Partner, der nach Wunsch von Rosner auch Nokia wieder ins Boot holen soll.

EMTS benötige nach der Vertragskündigung durch Nokia wieder "jemanden, der Umsatz und Volumen" einbringe und das Überleben der übrig gebliebenen elf EMTS-Standorte sichere, hatte Rosner kürzlich betont.

Auf Österreich entfallen mit rund 16 Mio. Euro rund 14 Prozent des Umsatzes. Hier zu Lande beschäftigt EMTS rund 200 Mitarbeiter, die meisten davon in der Handyfabrik im burgenländischen Parndorf. Die restlichen Mitarbeiter sind an den EMTS-Standorten Wien, Salzburg, Linz, Innsbruck und Graz tätig. Die Verbindlichkeiten von EMTS belaufen sich auf 17,3 Mio. Euro.