WLANs sollen "intelligenter" werden
WLANs sind die Zukunfts- und Hoffnungsträger des PC-Marktes. Während 2003 das Jahr des drahtlosen Netzwerkes werden soll, tüfteln die Entwickler bei Intel bereits an der nächsten Generation.
Mit der so genannten "Mesh Networking" [Maschennetz]-Technologie sollen mobile Geräte selbstständig den besten Weg für Datenverbindungen finden können.
Die Entwickler glauben, dass solche "intelligenten" Netzwerke an Bedeutung gewinnen werden, vor allem durch die stetig steigende Zahl an drahtlosen Geräten, und derart die "Welt verändern" werden.
Boom für WLAN-Produkte
In den USA haben sich die Einzelhandelsumsätze mit
Wireless-Produkten im vergangenen Jahr nahezu vervierfacht: Nach
Untersuchungen der Marktforschungsgesellschaft NPD Techworld
kletterten die Einnahmen gegenüber 2001 von 76 Millionen auf 280
Millionen USD.
Geschäft mit WLAN-Produkten boomtDie Weiterentwicklung des WLAN
Der Komfort bei der Einrichtung eines WLAN steht im drastischen Gegensatz zu dem "Kabelsalat" eines bisherigen Netzwerks. "Die erste Generation an WLANs war darauf ausgerichtet, Kabel zu ersetzen", sagt Mike Witteman, Chef des Intel Architecture Lab. Viele Firmen haben jedem WLAN-Access-Point eine direkte Verbindung zum Firmen-Backbone gegeben.
Viel besser, meint Witteman, wäre die Verwendung von außerhalb gelegenen Access-Points als Relais, um den Verkehr von weit entfernten PCs in einer Serie von Hops zu einer kleineren Anzahl von Hubs zu leiten, die mit dem Hauptnetzwerk verbunden sind.
Intel und andere Firmen arbeiten am Mesh-Network-System, das autonom den besten Weg findet, wie alle kontaktierten Geräte am besten miteinander verbunden werden können, sowie die ideale Route, um Daten zwischen den Geräten auszutauschen.
Zahl der Access-Points steigt rasant
Nach einer von IDC veröffentlichten Studie hat die Anzahl der
öffentlichen Hotspots in Westeuropa im vergangenen Jahr rasant
zugenommen. Nachdem sich der Markt im Jahr 2001 kaum entwickelt
hatte, wuchs die Anzahl der öffentlichen WLAN-Access-Points im
vergangenen Jahr um 327 Prozent auf 1.150 Standorte. Für das
laufende Jahr erwarten sich die Marktforscher weiter ein
ungebremstes Wachstum.
Rasante Zunahme von HotspotsJedes Gerät ist ein Relais
Der Vorteil von Mesh-Networks ist, dass sie nicht auf einen zentralen Access-Point oder Hub angewiesen sind, um die Daten im Netzwerk weiterzuleiten. "Intelligente" Geräte sollen zudem alle möglichen Wege finden könne, um etwaige Verbindungsstörungen durch Umleitung der Daten selbstständig ausgleichen zu können.
Mesh-Networking-Protokolle könnten laut Witteman vor allem bei der Verwendung vieler drahtloser Geräte in Haushalten und an Arbeitsplätzen der Zukunft von enormer Bedeutung sein: "Es werden Millionen von PCs mit dieser Fähigkeit da draußen sein und es wird die Welt verändern", so Witteman.
In Zukunft könnte also jedes Gerät, egal ob PC, Handy oder PDA, als Datenrelais dienen. Hardwarehersteller könnten auch kleine Relaisstationen entwickeln die, eingesteckt in die Steckdose, zwar für sich genommen nur eine kleine Reichweite haben, zusammen aber ein robustes, schlaues Netzwerk bilden, das Daten mit mehr als 100 MBit/s senden kann.
Sicherheitstandards noch in Arbeit
Bis jetzt fehlen allerdings noch Sicherheitsstandards, die garantieren, dass Daten nur über vertrauenswürdige Geräte geschickt werden und nicht über irgendeines, das gerade verfügbar ist.
