Ein Handheld als Handy
Der britische Hersteller Pogo hat auf der 3GSM in Cannes einen Prototypen vorgestellt, das Handy, Handheld und Browser in einem ist.
Dabei wird, um schnellere Contentdarstellung zu gewährleisten, beim Betreiber ein Server eingesetzt, der die Daten aufbereitet und komprimiert.
Bandbreite sparen
In den belebten und labyrinthartigen Gängen der 3GSM-Messe
erhielt die fuZo eine Live-Demonstration des Geräts. "Verbindungen
über GPRS sind zwar schnell", erklärt Marketing-Vice President Guy
Larri, "aber dem User kann es nie schnell genug gehen. Deswegen
haben wir ein zusätzlich zum Gerät ein Modell entwickelt, wie sich
Bandbreite sparen lässt".
Pogo MobileDazu wird beim Betreiber ein Server installiert, der beispielsweise HTML-Seiten von überflüssigem Code und Kommentaren befreit, Daten komprimiert und eine komplette Seite als einziges Paket schickt. "Denn bei GPRS ist die Latenzzeit sehr hoch", führt Larri weiter aus, "und wenn bei einer Seite zwanzig Bilder einzeln aufgerufen werden, dauert das herkömmliche Laden sehr lange".
Das Gerät [nVoy], das optisch beinahe nur aus dem Bildschirm besteht und kleiner als herkömmliche Handhelds ist, verfügt über ein grosses Farbdisplay mit 320 mal 240 Punkten Auflösung und hat ein Handy, eine Digicam sowie einen MP3-Player eingebaut.
Flash inklusive
"Als Prozessor kommt ein ARM mit 75 Megahertz zum Einsatz", so
Larri. Die Software wurde komplett selbst entwickelt, der Browser
kann auch Flash-Animationen darstellen. Dank dem Einsatz des Servers
beim Betreiber müssen E-Mails nicht händisch abgerufen werden,
sondern landen automatisch auf dem Display. "Alle Daten werden nicht
nur auf dem Gerät, sondern auch am Server gespeichert. Wenn man sein
Pogo-Gerät verliert, holt man sich ein neues, gibt Benutzername und
Passwort ein und kann sofort wieder über seine Daten verfügen".
3GSMDie eingebaute Kamera verfügt über QVGA-Auflösung [320x240], als Sucher kann das gesamte Display verwendet werden. Der MP3-Player speichert seine Daten auf einer Secure-Digital-Karte.
Der nVoy soll noch rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft auf den Markt kommen und gemeinsam mit Mobilfunkbetreibern vermarktet werden. "Als Standalone-Gerät würde es auf umgerechnet 300 Euro kommen. Bei Subvention kann man mit 50 Euro rechnen".
