Neue Netzwerkprozessoren von Intel
Intel weitet sein Angebot für Netzwerkprozessoren aus. Mit drei auf dem Intel Developer Forum [IDF] vorgestellten Prozessoren will der Konzern vor allem Produzenten, die Lösungen für KMUs und Heimnetzwerke herstellen, ansprechen.
Der IXP420, IXP421 und IXP422 basieren auf dem XScale-Chip, der auch in Handhelds zum Einsatz kommt, und sollen für rechenintensive Applikationen geeignet sein. Während der IXP422 für WLAN-Accesspoints und Home-Gateways gedacht ist und auch Verschlüsselungsfunktionen unterstützt, hat Intel den IXP 420 für den Einsatz in Breitband-Routern für Kleinunternehmen optimiert.
Der IXP421 schließlich soll für Voice-over-IP-Applikationen zum Einsatz kommen. Intel verfolgt hier eine modulare Strategie, die den einzelnen Hardwareproduzenten den Einsatz der Chips erleichtern soll.
IDF mit guter Stimmung
Am Dienstag hat CEO Craig Barrett das 14. Intel Developer Forum
in San Jose gut gelaunt eröffnet. Nach der Flaute der letzten beiden
Jahre zeichnete Barrett ein optimistisches Bild für die Zukunft. Ob
IDC, Gartner, Aberden oder EITO, alle großen Marktforscher gehen für
2003 von einem weltweiten Wachstum der IT-Branche von vier bis
sieben Prozent aus.
Intel malt rosige Zukunft ausSpeziell für den Heimbereich hat Intel eine Referenzplattform für das "digitale Heim" vorgestellt. Diese "Statesboro"- und "Powersville"-PC-Plattformen dienen als zentrale Schaltstelle im Heimnetz, um Unterhaltungselektronik-Geräten digitale Medieninhalte zur Verfügung zu stellen.
Statesboro ist unter anderem mit einem 3,06-GHz-Intel-Pentium-4-Prozessor sowie 802.11a/b-WLAN sowie einem DVD/CD-RW-Laufwerk ausgestattet. Powersville integriert zusätzliche Features wie Videostreaming und die Möglichkeit, den PC als Videorecorder zu nutzen.
Der Prozessorenhersteller will die Technologie an OEMs in Lizenz vergeben. Die ersten Multimedia-PCs auf der Basis der beiden Plattformen sollen noch in diesem Jahr auf den Markt kommen. Zusammen mit dieser Konzeptstudie hat Intel auf dem IDF auch zehn dazugehörige Entwicklungs-Tools vorgestellt.
Für den Server-Bereich hat Intel einen Prototyp von PCI-Express präsentiert, der eine Übertragungsrate von 2,5 Gbit/s erreicht. PCI Express soll Bandbreiten-Probleme in Rechenzentren lösen. Außerdem ermöglicht es PCI Express verschiedenen Verbindungstechnologien wie Ethernet und InfiniBand, untereinander zu kommunizieren. Intel will PCI Express ab 2004 in allen Server-Chipsätzen unterstützen.
Intel IDF
