20.02.2003

EINBLICKE

Bildquelle: PD

Bonitätsinfos für jeden, der zahlt

Mit dem Vertrieb eines neuen Bonitäts-Abfrageproduktes will die Phonet Telecom Austria "heimischen Klein- und Mittelbetrieben in Zukunft unbezahlte Rechnungen ersparen".

In Kooperation mit dem Linzer Telekommunikationsunternehmen und Internet-Dienstleister Dialog Telekom will Phonet unter der Bezeichnung "Dialog Control" ein Echtzeit-Bonitätsabfragesystem zu österreichische Unternehmen und Privatpersonen vermarkten.

Die zu Grunde liegende Datenbank stammt von der Österreich-Tochter des Schweizer Infobrokers Deltavista, der "bonitätsrelevante Daten" von Unternehmen und Privatpersonen über Inkassobüros, den Versandhandel und weitere Partner bezieht.

Datenschutzgesetze

Da die Bonitätsabfragen gemäß Datenschutzgesetz nur bei berechtigter Interessenlage getätigt werden dürfen, wird "bei jeder Abfrage protokolliert und eine diesbezügliche Meldung eingeblendet". Weitere Sicherheitsvorkehrungen scheinen aber nicht getroffen worden zu sein.

"Sollte die Datenschutzkommission einmal wissen wollen, ob eine Abfrage ohne laufendes Geschäft oder dessen geplante Anbahnung erfolgt ist, geben wir einfach das Logfile heraus", so Mathias Holley, Online-Produkt-Manager bei Dialog.

Neben der Bonitätsabfrage und Firmenprofilen vom bekannten internationalen Business-Info-Provider Dun & Bradstreet lassen sich kostenlose Zusatzinformationen wie Adressdetails und Personalinformationen abrufen. Auch Publikationen und Inkassomeldungen sind im System sichtbar.

Informationen werden archiviert

Alte Informationen bleiben archiviert, um beispielsweise die Falschangabe früherer Adressen nachvollziehen zu können.

Über "Beziehungen" lassen sich Gesellschaftsstruktur und Zeichnungsberechtigte abrufen. Die Datensätze werden bei jeder bonitätsrelevanten Änderung aktualisiert.