Telia-Sonera durch UMTS in den Miesen
Die gescheiterten UMTS-Pläne in Deutschland haben den schwedisch-finnischen Telekom-Konzern Telia-Sonera tief in die roten Zahlen gedrückt.
Der Konzern fuhr wegen einer komplett als Verlust abgeschriebenen deutschen UMTS-Lizenz im vergangenen Jahr ein Minus von 48 Milliarden Kronen [5,3 Mrd. Euro] ein.
Ein Jahr zuvor hatten die beiden Unternehmen zusammen noch einen Gewinn von 5,3 Milliarden Kronen erwirtschaftet.
Der komplett fehlgeschlagene Erwerb einer deutschen UMTS-Lizenz der mehrheitlich staatlichen Sonera [zusammen mit der spanischen Telefonica Moviles] hatte im Sommer sogar die finnische Regierung ins Wanken gebracht. Medien in Helsinki stuften das 3G-Joint-Venture als "größten unternehmerischen Fehler aller Zeiten" ein.
Regierung wackelt wegen UMTS-LizenzUnfassbarer Verlust
Ohne die von Sonera in Finnland vor der Fusion mit Telia erworbene und später wieder abgegebene Lizenz betrug der Vorsteuerverlust acht Milliarden Kronen.
Vorstandschef Anders Igel nannte die Verluste aus dem gescheiterten UMTS-Engagement in Deutschland einen "fast nicht fassbaren" Betrag.
