Eine SMS vom Wasserzähler
Dass Mobilfunk etwas mehr ist als immer neue Handys mit immer neuen Acessoires, Gimmicks und Firlefanz, zeigt sich heuer schon etwas deutlicher in Cannes.
Neben der üblichen lautstarken Zukunftsmusik im angejahrten Rhythmus "UMTS-Tata" wie in den vergangenen Jahren spielt es auf dem 3GSM World Congress auch neuere Melodien, wie zum Beispiel M2M-Kommunikation [Machine-to machine].
Die Handys heißen hier "Funkmodule" und zaubern vernetzte Objekte hin, wo vordem zum Beispiel tumbe Strom - und Wasserzähler waren, die man aufsuchen musste, um sie abzulesen.
Über das in der digitalen Telefonie gebräuchliche SS7-Protokoll kommunizierende Mess- und Ablesegeräte sind nur eine der denkbaren Anwendungen für das TC45 von Siemens mobile. Auf dem 3GSM World Congress kommt das Modul zum Beispiel in einem Verkaufsautomaten zum Einsatz.
Es ist das erste Dual-Band-Funkmodul, das via GSM und GPRS Daten transportieren kann und die Java 2 Micro Edition [J2ME] unterstützt. Das TC 45 eignet sich außer für Fernmessung von Strom, Wasser und Gas besonders für Applikationen in Sicherheitssystemen.
Siemens mobile in CannesSiemens mobile in Cannes
Viele der im Consumer-Segment vorerst als mehr oder weniger nette Zukunftsgags angesehene Dienste und Applikationen wie MMS und Ortsbasierendes [Stadtnavigation, Bordellführer etc.] ergeben etwa im Transportgewerbe jetzt schon Sinn.
Das "m.traction Parcel Watch Service" - gleichfalls von Siemens - meldet in definierten Zeitabständen die aktuelle Position von Gegenständen und liefert Bilder von ihrem Zustand. Möglich das dies durch eine Verknüpfung von Multimedia-Messaging und standortbasierten Diensten.
Dieser mobile Datendienst kann ebenso als Alarmauslöser benutzt werden wie auch die Detektivszunft an den Funkmodulen viel Interesse haben wird.
Die Aussteller des 3GSM World Congress
