DT dementiert weiteren Stellenabbau

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21.10.2006

Die Deutsche Telekom hat einen Zeitungsbericht dementiert, wonach der Abbau von weiteren 23.000 Arbeitsplätzen in Deutschland bis 2010 geplant sein soll.

Mit der bereits beschlossenen Streichung von 32.000 Arbeitsplätzen bis 2008 würden damit insgesamt 55.000 Stellen wegfallen, wie die "Bild"-Zeitung [Samstag-Ausgabe] unter Berufung auf ein internes Vorstandspapier schreibt.

Die Deutsche Telekom hat nach eigenen Angaben aber keine Entscheidung über einen weiteren massiven Stellenabbau getroffen. Das sagte ein Sprecher des Unternehmens am Samstag zu dem Bericht.

"Es gibt bei uns keine Zahlen dieser Größenordnung. Viel wichtiger noch: Es gibt keine Entscheidungen dieser Art und die wird es auch in absehbarer Zeit nicht geben", sagte der Telekom-Sprecher. Er verwies auf frühere Aussagen von Konzernchef Kai-Uwe Ricke, dass ein weiterer Stellenabbau nach 2008 nicht ausgeschlossen werden könne.

Angesichts des Wettbewerbs könne der Konzern nur noch rund 93.000 Menschen in Deutschland "wettbewerbsfähig beschäftigen". Von den derzeit 167.000 Vollzeitstellen in Deutschland müssten demnach bis zu 75.000 abgebaut werden.

Zu hohe Kosten

Zuvor habe ein Sprecher der "Bild" erklärt: "Wir haben immer gesagt, dass wir vor dem Hintergrund des regulatorischen Umfeldes und des technologischen Wandels einen weiteren Stellenabbau auch nach 2008 nicht ausschließen können."

Der Konzern liege bei den Kosten "noch deutlich hinter dem Wettbewerb", heißt es laut "Bild" in dem Papier weiter. Ein Grund seien die Produktivitätsnachteile von 50 bis 70 Prozent gegenüber dem Markt.

(AFP)