Fraunhofer Institut stellt eigenes Grid vor
Das Fraunhofer Institut stellt auf der CeBIT das "Resource Grid" vor, das Anwendungsmöglichkeiten des Grid-Computings speziell für die Industrie anbietet.
Ziel ist es, Rechenleistung und Anwendungen für Unternehmen bereitzustellen, die Bedarf an rechenintensiven Großanwendungen haben. Damit haben Unternehmen die Möglichkeit, geballte Rechenleistungen in Anspruch zu nehmen, die bisher nur öffentlichen Forschungseinrichtungen vorbehalten waren.
Durch direkte Vernetzung entfernter Rechnern können dabei nicht ausgeschöpfte Rechnerkapazitäten der einzelnen Geräte für andere Anwendungen genutzt werden.
Intelligentes System
Das Netzwerk soll für jede Aufgabe automatisch die Computer
finden, die nicht nur die benötigte Rechenkapazität bieten, sondern
auch die für das Problem passenden Programme und Daten.
Problem Solving EnvironmentDas Modell ist aus dem Projekt I-Lab herausgekommen, bei dem sich fünf Institute des Fraunhofer Instituts zusammengeschlossen haben, um Anwendungsmöglichkeiten der Gridtechnologie zu erforschen. Deren Rechenleistung kann nun gemietet werden. Die Hardware ist auf der Website aufgelistet [Hardware-Plattform].
Fraunhofer Resource GridMietbare Rechenleistung
Auf diese Weise müssten sich mittelständische Unternehmen keine Hochleistungsrechner mehr anschaffen, sondern könnten Rechenkapazität mieten, sagt Alexander Reinefeld vom Zuse-Institut Berlin. Nach Einschätzung von Fachleuten sind selbst Großrechner im Schnitt tagsüber nur zu fünf bis 20 Prozent ausgelastet.
"Grid-Computing ist eine Fortentwicklung des World Wide Web, sozusagen die nächste Generation", so Franz-Josef Pfreundt vom Fraunhofer Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik.
Mit einem Vorläufer der Grid-Idee arbeiten bereits seit mehreren Jahren Wissenschaftler an der Universität von Kalifornien in Berkeley. Die Rechner von vier Millionen Menschen in mehr als 200 Ländern helfen bei der Suche nach außerirdischem Leben.
Suche nach anderen Lebensformen
Für SETI@home werten die Computer Radioteleskop-Daten aus dem
Weltall nach Auffälligkeiten aus. Anstatt wie in diesem Fall alle
Computer für sich alleine eine Teilaufgabe berechnen zu lassen,
sollen beim Grid jedoch alle Rechner gemeinsam nach der
Aufgabenlösung suchen.
SETI-Update beschleunigt Alien-Suche
