18.02.2003

RESOURCE GRID

Bildquelle: Fraunhofer

Fraunhofer Institut stellt eigenes Grid vor

Das Fraunhofer Institut stellt auf der CeBIT das "Resource Grid" vor, das Anwendungsmöglichkeiten des Grid-Computings speziell für die Industrie anbietet.

Ziel ist es, Rechenleistung und Anwendungen für Unternehmen bereitzustellen, die Bedarf an rechenintensiven Großanwendungen haben. Damit haben Unternehmen die Möglichkeit, geballte Rechenleistungen in Anspruch zu nehmen, die bisher nur öffentlichen Forschungseinrichtungen vorbehalten waren.

Durch direkte Vernetzung entfernter Rechnern können dabei nicht ausgeschöpfte Rechnerkapazitäten der einzelnen Geräte für andere Anwendungen genutzt werden.

Mietbare Rechenleistung

Auf diese Weise müssten sich mittelständische Unternehmen keine Hochleistungsrechner mehr anschaffen, sondern könnten Rechenkapazität mieten, sagt Alexander Reinefeld vom Zuse-Institut Berlin. Nach Einschätzung von Fachleuten sind selbst Großrechner im Schnitt tagsüber nur zu fünf bis 20 Prozent ausgelastet.

"Grid-Computing ist eine Fortentwicklung des World Wide Web, sozusagen die nächste Generation", so Franz-Josef Pfreundt vom Fraunhofer Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik.

Mit einem Vorläufer der Grid-Idee arbeiten bereits seit mehreren Jahren Wissenschaftler an der Universität von Kalifornien in Berkeley. Die Rechner von vier Millionen Menschen in mehr als 200 Ländern helfen bei der Suche nach außerirdischem Leben.