Symantec weist "Slammer"-Kritik zurück
Symantec weist den Vorwurf zurück, das Unternehmen habe Informationen zur Verbreitung des "Slammer"-Wurms zurückgehalten beziehungsweise nur zahlenden Kunden zukommen lassen.
Die vermeintlich exklusive Frühwarnung über das "Deepsight Threat Management System" sei eine automatisch generierte Benachrichtigung an die Benutzer des Systems, teilte Symantec mit.
Die missverständliche Handlungsweise
In einer Pressemitteilung hatte das Unternehmen großspurig
behauptet, man habe "Slammer" "bereits Stunden vor seiner rasanten
Verbreitung entdeckt". Daraufhin übten viele Sicherheitsexperten
scharfe Kritik an dem Verhalten von Symantec, da diese Information
der Öffentlichkeit vorenthalten worden sei.
Symantec hielt "Slammer"-Warnung zurückE-Mail-Alarm lange vor "Slammer"-Infos
Laut Symantec habe das "Deepsight Threat Management System" am 24. Jänner lediglich eine ungewöhnlich hohe Zugriffszahl auf Port 1434 festgestellt. Das System generiere dann automatisch einen Alarm, mit dem die registrierten Benutzer für den Dienst auf solche Aktivitäten hingewiesen werden.
Zu dem Zeitpunkt, als die E-Mail abging, sei Symantec selbst jedoch noch nicht klar gewesen, dass es sich dabei um einen Wurm handelt.
Sobald die eigene Analyse auf den später als "Slammer" bekannt gewordenen Wurm hindeutete, habe man Kunden, die Öffentlichkeit und die Security-Community informiert.
376 Byte großer Wurm legte Internet lahm
Am Vormittag des 25. Jänners wurde das Internet weltweit durch
die Online-Attacke in die Knie gezwungen. "Slammer" nutzte dabei
eine Sicherheitslücke im Microsoft-SQL-Server aus. Die
Sicherheitslücke im SQL-Server wurde bereits im Juli 2002 entdeckt;
viele Systemadministratoren hatten ihre Systeme jedoch noch nicht
gepatcht.
Wie "SQL-Slammer" eingeschlagen hat15 Alarmmeldungen pro Monat
Das "Deepsight Threat Management System" ist laut Symantec ein Sicherheitsnetzwerk, das in 180 Ländern der Welt ungewöhnliche Netzwerkaktivitäten misst. Im Durchschnitt melde das System pro Monat etwa 15 ungewöhnliche Vorkommnisse.
Das Security-Response-Team von Symantec, dem die Meldungen ebenfalls zugehen, müsse dann mit der Analyse beginnen.
Symantec bittet um Verständnis dafür, dass man nicht allein wegen der Frühwarnung des Systems an die Öffentlichkeit gehen konnte. Schließlich müsse geklärt werden, ob es sich bei den Zugriffen um einen Wurm/Virus oder sonstige Aktivitäten handle.
