17.02.2003

AUFKLÄRUNG

Bildquelle: ORF.at

Symantec weist "Slammer"-Kritik zurück

Symantec weist den Vorwurf zurück, das Unternehmen habe Informationen zur Verbreitung des "Slammer"-Wurms zurückgehalten beziehungsweise nur zahlenden Kunden zukommen lassen.

Die vermeintlich exklusive Frühwarnung über das "Deepsight Threat Management System" sei eine automatisch generierte Benachrichtigung an die Benutzer des Systems, teilte Symantec mit.

E-Mail-Alarm lange vor "Slammer"-Infos

Laut Symantec habe das "Deepsight Threat Management System" am 24. Jänner lediglich eine ungewöhnlich hohe Zugriffszahl auf Port 1434 festgestellt. Das System generiere dann automatisch einen Alarm, mit dem die registrierten Benutzer für den Dienst auf solche Aktivitäten hingewiesen werden.

Zu dem Zeitpunkt, als die E-Mail abging, sei Symantec selbst jedoch noch nicht klar gewesen, dass es sich dabei um einen Wurm handelt.

Sobald die eigene Analyse auf den später als "Slammer" bekannt gewordenen Wurm hindeutete, habe man Kunden, die Öffentlichkeit und die Security-Community informiert.

15 Alarmmeldungen pro Monat

Das "Deepsight Threat Management System" ist laut Symantec ein Sicherheitsnetzwerk, das in 180 Ländern der Welt ungewöhnliche Netzwerkaktivitäten misst. Im Durchschnitt melde das System pro Monat etwa 15 ungewöhnliche Vorkommnisse.

Das Security-Response-Team von Symantec, dem die Meldungen ebenfalls zugehen, müsse dann mit der Analyse beginnen.

Symantec bittet um Verständnis dafür, dass man nicht allein wegen der Frühwarnung des Systems an die Öffentlichkeit gehen konnte. Schließlich müsse geklärt werden, ob es sich bei den Zugriffen um einen Wurm/Virus oder sonstige Aktivitäten handle.