"Apple soll Macs von Dell bauen lassen"

Report
20.10.2006

Das US-Beratungsunternehmer Gartner rät dem kalifornischen Computerhersteller Apple, sich auf die Entwicklung von Software zu konzentrieren.

Die Analysten Mark Stahlman und Charles Smulders vom US-Beratungsunternehmen Gartner empfehlen dem kalifornischen Computerhersteller Apple den Rückzug aus dem Hardware-Geschäft.

Macs an Dell lizenzieren

In ihrem "Apple should licence the Mac to Dell" betitelten, vor kurzem veröffentlichten Report raten sie dem Unternehmen die Hardware-Herstellung an den Computerkonzern Dell zu lizenzieren.

Konzentration auf Software-Entwicklung

Wegen steigender Komponenten-Kosten und dem zunehmenden Druck zur Preissenkung sei es für das Unternehmen langfristig das beste, sich Dells Produktions- und Vertriebsinfrastruktur zunutze zu machen und sich auf die Entwicklung von Software zu konzentrieren, schreiben Stahlmann und Smulders.

20 Prozent Marktanteil möglich

Die Berater sind davon überzeugt, dass Computer mit dem Apple-Betriebssystem Mac OS mit den richtigen Partnern und Vertriebskanälen einen Marktanteil von 20 Prozent erreichen könnten.

Nach dem Umstieg auf Intel-Chips hat sich das Apple-Wachstum im Computerbereich beschleunigt. Insgesamt hat Apple im vergangenen Jahr 5,3 Milionen Macs verkauft, 61 Prozent davon waren Notebooks. Nach Angaben des US-Marktforschungsunternehmens IDC hält Apple in den USA mittlerweile einen Marktanteil von 5,8 Prozent.

Lizenzierung gestoppt

Dass Apple-Chef Steve Jobs sich den Rat des Beratungsunternehmens zu Herzen nimmt, gilt als unwahrscheinlich. Jobs hatte im Jahr 1997, nach seiner Rückkehr an die Spitze des Unternehmens, die Lizenzierung der Mac-Technologie an andere Unternehmen gestoppt.

Darüber hinaus scheint Jobs der vergleichsweise geringe Marktanteil im PC-Bereich nicht all zu große Sorgen zu bereiten. Bei einem Treffen mit Aktionären sagte Jobs nach Angaben des Branchenmagazins "ZDNet" vor kurzem: "Mit einem Marktanteil von fünf Prozent braucht man nicht beunruhigt zu sein, wenn der Markt wieder einmal in der Krise ist."

(futurezone | ZDNet)