Sieben Jahre Haft für Internet-Dissidenten
Der chinesische Internet-Aktivist Tao Haidong ist wegen "Anstiftung zum Sturz der Staatsgewalt" zu sieben Jahren Haft verurteilt worden.
Ein Gericht in Urumqi in der westchinesischen Region Xinjiang warf dem 45-jährigen vor, "reaktionäre Artikel" über das Internet verbreitet zu haben.
Zusammenbruch der chinesischen Wirtschaft vorhergesagt
Einem Zeitungsartikel zufolge, aus dem die in den USA ansässige
Menschenrechtsgruppe Human Rights in China [HRiC] zitierte, soll Tao
Haidong in seinen Texten den Zusammenbruch der chinesischen
Wirtschaft vorhergesagt, China einen Feudalstaat genannt und seine
Führer beschimpft haben.
Human Rights in ChinaWebsites feindlicher Organisationen gebookmarkt
Seit 1981 habe Tao Haidong drei Bücher geschrieben, die er zum Teil über das Internet an Webseiten von Organisationen in China und im Ausland geschickt habe, wurde aus dem Urteil zitiert.
Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung seien auf seiner Festplatte Adressen von Publikationen und Foren "feindlicher Organisationen" im Internet gefunden worden.
Die hohe Strafe und die Veröffentlichung des Urteils über das Internet deuten nach Ansicht von Beobachtern darauf hin, dass das Urteil auch abschreckende Wirkung haben soll.
Westliche Medienseiten gesperrt
China kontrolliert und beschränkt die Benutzung des Internets
rigoros. Webseiten westlicher Medien, Menschenrechtsorganisationen
und manche Themenbereiche wie Demokratisierung, Tibet und Taiwan
sind nahezu vollständig blockiert.
China mit schärfster Netzzensur
