IE-7-Lücke: Outlook Express ist schuld
Laut Microsoft Security Response Center betrifft die gestern von Secunia publik gemachte Lücke im Internet Explorer 7 eigentlich eine Komponente des Mailprogramms Outlook Express.
Das Internet-Sicherheitsunternehmen Secunia hatte gestern publikumswirksam direkt nach dem Start des neuen Microsoft-Browsers bekanntgegeben, einen Fehler in dem Programm gefunden zu haben.
Die Lücke, die schon seit längerem bekannt ist und auch den Internet Explorer 6 betrifft, ermöglicht es Angreifern, den IE-Usern potenziell schädlichen Code von einer anderen Netzadresse als der im Browser angezeigten unterzujubeln und damit Zugriff auf sensible Daten auf dem Rechner des Anwenders zu erhalten.
Fehler in Outlook Express
Gestern Nacht hat sich Christopher Budd vom MS Security Response Center in seinem Technet-Blog zu dem Bug geäußert. Man wisse zwar, so Budd, dass der Fehler existiere, er habe aber nichts mit dem IE7 zu tun, sondern mit einer fehlerhaften Komponente des Mailprogramms Outlook Express.
Security by obscurity
Budd gibt zu, dass Microsoft den Fehler bisher nicht publik gemacht habe, es seien aber auch noch keine Angriffe bekannt geworden, die über diese Lücke ausgeführt wurden. Microsoft bemühe sich darum, den Fehler zu beheben.
Wer den Internet Explorer verwenden muss, kann den Fehler dadurch umgehen, dass er die Unterstützung für Active Scripting abschaltet. Man findet diese Einstellungen unter unter Extras / Internetoptionen / Sicherheit / Stufe anpassen.
