Preiskampf macht AMD zu schaffen
Der Chiphersteller AMD leidet unter dem erbitterten Preiskampf mit dem Konkurrenten Intel - die Gewinnspannen sinken.
Der erbitterte Preiskampf auf dem Chipmarkt macht allen Beteiligten schwer zu schaffen: Neben dem Branchenprimus Intel macht sich das nun auch beim Konkurrenten AMD bemerkbar.
Gewinn steigt durch Steuergutschrift
Zwar stieg der Quartalsgewinn bei AMD im dritten Quartal deutlich auf 134,5 Mio. Dollar [107,2 Mio. Euro], aber das lag vor allem an einer Steuergutschrift, wie der Branchenzweite am Mittwochabend nach US-Börsenschluss mitteilte.
Der Umsatz stieg zum Vorquartal um neun Prozent auf 1,33 Mrd. Dollar [1,06 Mrd. Euro], während der Absatz um 18 Prozent zulegte.
Preisverfall drückt auf Gewinnspannen
Der Preisverfall auf dem Computermarkt zehrt an den Margen: Die Gewinnspanne sei im dritten Quartal auf 51,4 Prozent von 56,8 Prozent im vorherigen Vierteljahr gesunken. Hauptgrund sei der Preiskampf mit Intel, der drei Prozentpunkte gekostet habe. Der Branchenprimus hatte auf einen Verlust von Marktanteilen mit starken Rabatten auf ältere Chips reagiert sowie verstärkt auf neue Produkte gesetzt.
"AMD und Intel führen immer noch Krieg", sagte ein Analyst. AMD hatte bis zum Sommer seinen Anteil am PC-Markt um fast die Hälfte auf 27 Prozent gesteigert, was Intel zum Handeln zwang.
Zuletzt hatte AMD den Grafikchiphersteller ATI übernommen, um sein Portfolio weiter auszubauen.
AMD gibt positiven Ausblick
AMD rechnet im vierten Quartal wieder mit einem Anstieg der Ertragsspanne um mindestens zwei Prozentpunkte. Der Übergang zu neuen Produkten sei so gut wie abgeschlossen.
Zudem halte der Konzern weiter an seinem Margenziel von 55 bis 60 Prozent fest. Auch werde der Umsatz im vierten Quartal steigen. Analysten erwarten im Schnitt 1,44 Mrd. Dollar.
Intel hatte am Dienstag zwar einen Gewinnrückgang um rund ein Drittel auf 1,3 Mrd. Dollar für das dritte Quartal bekannt gegeben, aber die Märkte dennoch mit einem positiven Ausblick begeistert. Intel-Finanzchef Andy Bryant sprach von einer Entspannung im Preiskampf.
(Reuters)
