Billighandy-Boom belastet Nokia

q3 2006
19.10.2006

Weil der Verkaufspreis von Handys weiter sinkt, hat Nokia im dritten Quartal trotz starker Verkäufe weniger verdient.

Der Gewinn sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um vier Prozent auf 845 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Helsinki mitteilte. Der Umsatz wuchs kräftig um 20 Prozent auf 10,1 Milliarden Euro.

Marktführerschaft ausgebaut

Mit 88,5 Millionen verkauften Handys steigerte Nokia den Absatz um ein Drittel und erreichte einen Marktanteil von 36 Prozent.

Allerdings sank der durchschnittliche Verkaufspreis für ein Handy von 102 auf 93 Euro. Grund für den Rückgang ist ein steigender Absatz von günstigen Mobiltelefonen in Schwellenländern wie China und Indien.

Für das vierte Quartal prognostizierte Nokia ein Wachstum des weltweiten Handymarkts um mindestens 15 Prozent im Vergleich zum Vorquartal.

Gemeinsam mit Motorola setzt Nokia auf die Weiterentwicklung des DVB-H-Standards für TV auf dem Handy: Bis 2010 rechnen sie mit weltweiten Verkaufszahlen von DVB-H-kompatiblen Geräten in der Höhe von 50 Mio. Stück.

(AFP | Reuters)