Satellitenjagd nach Graffiti-Sprayern
In den USA macht die Polizei mit modernster Technik Jagd auf Graffiti-Sprayer: In mehreren kalifornischen Städten sind empfindliche Audio-Sensoren im Einsatz, die auf den unverkennbaren Sprühton aus der Dose reagieren.
In bis zu 30 Metern Entfernung registrieren die Detektoren der Firma TrapTec, wenn ein Sprayer auf sein Werkzeug drückt.
Anschließend übermitteln sie den per Satellitennavigation berechneten Standort des Sprayers per Funk an die nächste Polizei-Station.
"Sprayer ruft die Polizei"
"Wenn der Sprüher auf die Dose drückt, ruft er die Polizei",
beschrieb der Mitbegründer der Firma Traptec, George Lerg, das
Prinzip des Systems mit dem Namen "TaggerTrap".
TaggerTrapReinigung kostet acht Mrd. USD/Jahr
Die Geräte nutzen das satellitengestützte Global Positioning System [GPS], mit dessen Hilfe auch Flugzeuge ihren Weg finden und Navigationsgeräte in Autos arbeiten.
Ein Detektor kostet knapp 2.000 Euro. In den USA werden jährlich acht Milliarden Dollar [7,4 Milliarden Euro] aufgewendet, um Graffiti-Schäden zu beseitigen.
Es dürfte allerdings nur eine Frage der Zeit sein, bis die Sprayer ihr Instrument gezielt einsetzen, um die Polizei mit Fehlalarmen auf die falsche Spur zu bringen.
