Open Source auf der Exponet
Östereichs größte IT-Fachmesse Exponet hat gestern mit 430 Ausstellern im Wiener Austria Center ihre Tore geöffnet.
Während viele IT- und Telekom-Fachmessen - wie etwa die CeBIT in Hannover - auf Grund der Krise auf dem IT- und Telekom-Markt derzeit Rückgänge bei der Ausstellerzahl hinnehmen müssen, verzeichnet die Exponet eine Steigerung bei den Ausstellern. Im Vorjahr waren auf der Messe 418 Aussteller präsent.
An einem Stand der Wirtschaftskammer Wien haben sich auch einige Unternehmen versammelt, die ihre Umsätze explizit mit Open-Source-Software machen.
Das junge Unternehmen Quaxi.com hat sich auf die freie Office-Suite "Open Office" konzentriert und bietet Unternehmen an, die Migration von Standardsoftware a la Microsoft Office auf das Open-Source-Pendant zu übernehmen.
Migration zu Open Office
"Open Office ist auf allen wichtigen Plattformen - Windows, MacOS
und Linux - verfügbar. Wir übernehmen die Implementierung und achten
auch auf die Details", so Agelika Gößler zur futureZone. So werden
Formatvorlagen übernommen und Makros umprogrammiert, damit die
Mitarbeiter ihren gewohnten Work-Flow einhalten können. "Darüber
hinaus steht uns ein Team von zwölf IT-Ausbildnern zur Verfügung,
die die Mitarbeiterschulung übernehmen."
Quaxi.comFür Unternehmen rechne sich die Umstellung nicht nur durch den Mehrwert der gründlichen Schulung, sondern auch durch die Ersparnis der Lizenzgebühren. "Im günstigsten Fall kann sich eine Umstellung durch uns innerhalb von neun Monaten amortisieren."
Die Softwareschmiede Cubit ist einer der größten Anbieter von Komplettlösungen auf Linux-Basis in Österreich. Derzeit wird der Einsatz der Servermonitoring-Software Nagios promotet, die eine laufende Überwachung einer gesamten Serverlandschaft erlaubt. Die Open-Source-Lösung überwacht durch Plug-ins auch Windows- und Netware-Server und benachrichtigt im Falle eines Ausfalles den Systemadministrator per E-Mail, ICQ, SMS oder Telefonanruf.
Monitoring von Serverfarmen
"Mit Nagios lassen sich auch heterogene und extensive
Serverlandschaften hervorragend monitoren", fasst Paul Witta, Chef
des IT-Dienstleisters, zusammen. Beim Partner Salinen Austria ist
das Überwachungssystem bereits erfolgreich implementiert. 100 Server
und rund 1.000 Dienste werden mit Nagios rund um die Uhr überwacht.
Dabei werden einzelne Applikationen genau unter die Lupe genommen -
ein Beispiel ist die Oracle-Datenbank, die genauer als bei
Oracle-Standardbefehlen monitort wird.
CubitAlaris Informationsmanagement präsentiert auf der Exponet das E-Learning-Tool Aivet, das beispielsweise einem Unternehmen erlaubt, Schulungsunterlagen Hunderten Mitarbeitern anzubieten und gleichzeitig Lernerfolg sowie Nutzung der Plattform zu beobachten. Verlinkte PDF-Dateien stellen die Basis des Systems dar; jeder Link, der zu weiterführenden Erklärungen oder Multimedia-Inhalten führt, wird vom System abgefangen und ausgewertet.
E-Learning für Unternehmen
"Dadurch kann man überprüfen, ob Mitarbeiter ihre Unterlagen
bereits fertig durchgearbeitet haben oder wie bestimmte Zusatzinfos
lerntechnisch aufgenommen werden", erklärt Alexander Aigner von
Alaris der futureZone.
AivetSchulung von Administratoren in Banken
Das Unternehmen CPM [Consulting & Projektmanagement] schließlich hat sich auf die Schulung für Open-Source-Produkte spezialisiert. Dabei werden auch Endandwender, vor allem aber Administratoren angesprochen. CPM akquiriert seine Clientel hauptsächlich aus dem Bankenbereich und hat Eigenangaben zufolge schon "jede größere Bank Österreichs" für Projekte gewinnen können.
Mit einer eigenen, bereits erfolgreich operierenden Dependance in Südafrika will das Unternehmen weiter expandieren.
CPM
