12.02.2003

START 2003

Bildquelle: ORF.at

Open Source auf der Exponet

Östereichs größte IT-Fachmesse Exponet hat gestern mit 430 Ausstellern im Wiener Austria Center ihre Tore geöffnet.

Während viele IT- und Telekom-Fachmessen - wie etwa die CeBIT in Hannover - auf Grund der Krise auf dem IT- und Telekom-Markt derzeit Rückgänge bei der Ausstellerzahl hinnehmen müssen, verzeichnet die Exponet eine Steigerung bei den Ausstellern. Im Vorjahr waren auf der Messe 418 Aussteller präsent.

An einem Stand der Wirtschaftskammer Wien haben sich auch einige Unternehmen versammelt, die ihre Umsätze explizit mit Open-Source-Software machen.

Das junge Unternehmen Quaxi.com hat sich auf die freie Office-Suite "Open Office" konzentriert und bietet Unternehmen an, die Migration von Standardsoftware a la Microsoft Office auf das Open-Source-Pendant zu übernehmen.

Für Unternehmen rechne sich die Umstellung nicht nur durch den Mehrwert der gründlichen Schulung, sondern auch durch die Ersparnis der Lizenzgebühren. "Im günstigsten Fall kann sich eine Umstellung durch uns innerhalb von neun Monaten amortisieren."

Die Softwareschmiede Cubit ist einer der größten Anbieter von Komplettlösungen auf Linux-Basis in Österreich. Derzeit wird der Einsatz der Servermonitoring-Software Nagios promotet, die eine laufende Überwachung einer gesamten Serverlandschaft erlaubt. Die Open-Source-Lösung überwacht durch Plug-ins auch Windows- und Netware-Server und benachrichtigt im Falle eines Ausfalles den Systemadministrator per E-Mail, ICQ, SMS oder Telefonanruf.

Alaris Informationsmanagement präsentiert auf der Exponet das E-Learning-Tool Aivet, das beispielsweise einem Unternehmen erlaubt, Schulungsunterlagen Hunderten Mitarbeitern anzubieten und gleichzeitig Lernerfolg sowie Nutzung der Plattform zu beobachten. Verlinkte PDF-Dateien stellen die Basis des Systems dar; jeder Link, der zu weiterführenden Erklärungen oder Multimedia-Inhalten führt, wird vom System abgefangen und ausgewertet.

Schulung von Administratoren in Banken

Das Unternehmen CPM [Consulting & Projektmanagement] schließlich hat sich auf die Schulung für Open-Source-Produkte spezialisiert. Dabei werden auch Endandwender, vor allem aber Administratoren angesprochen. CPM akquiriert seine Clientel hauptsächlich aus dem Bankenbereich und hat Eigenangaben zufolge schon "jede größere Bank Österreichs" für Projekte gewinnen können.