11.02.2003

FRANKREICH

Bildquelle: NL

Freispruch wegen Yahoo-Nazi-Auktionen

Im jahrelangen Streit um den Online-Verkauf von Nazi-Objekten ist der frühere Chef des Internet-Portals Yahoo, Timothy Koogle, von der französischen Justiz freigesprochen worden.

Ein Pariser Gericht entschied heute, dass dem 51-jährigen Koogle weder die Rechtfertigung von Verbrechen noch die Zurschaustellung von Objekten zur Last gelegt werden könne, die Verbrechern gegen die Menschlichkeit gehörten.

Geschichte

Auf Seiten von Yahoo waren zuvor unter anderem Nachbildungen von Behältern des in den NS-Konzentrationslagern verwendeten Nervengases Zyklon B und Hakenkreuz-Armbinden zu ersteigern gewesen.

Im Jänner 2001 sperrte Yahoo seine Auktionsseiten für die Versteigerung sämtlicher Nazi-Objekte.

Frühere französische Deportierte ins Konzentrationslager Auschwitz und Anti-Rassismus-Verbände hatten den US-Bürger Koogle vor Gericht gebracht. Sie hatten symbolisch einen Euro Schadenersatz sowie eine Veröffentlichung des ins Englische übersetzten Richterspruchs im Internet verlangt.