PwC: Videogame-Markt wächst stark
Eine Studie des Beratungsunternehmens PricewaterhouseCoopers [PwC] zum deutschen Medienmarkt prognostiziert Videospielen und Online-Musikshops starkes Wachstum.
Die Studie "German Entertainment & Media Outlook 2006 - 2010" sagt dem Mediensektor in Deutschland ein jährliches Umsatzwachstum von 4,2 Prozent bis Ende des Jahrzehnts voraus.
Laut PwC wird das Fernsehen auch 2010 mit geschätzten 13,6 Milliarden Euro noch umsatzstärkstes Massenmediensystem sein. Allerdings würden sich beim TV-Konsum neue Formen durchsetzen wie Fernsehen via Internet und Handy und Video-on-Demand.
Als wachstumsstärksten Bereich der Medienindustrie machen die PwC-Berater die Computerspielbranche aus, der sie jährliche Umsatzzunahmen von bis zu 11,4 Prozent vorhersagen. Für das Jahr 2010 erwarten sie für diesen Bereich einen Gesamtumsatz von 2,6 Milliarden Euro.
Wende auf dem Musikmarkt
Eine überraschende Wende sehen die Consultants auf dem Internet-Musikmarkt. "Musikpiraterie bleibt ein Problem, jedoch ist der geschätzte Gesamtwert der illegal aus dem Internet geladenen Titel seit 2003 deutlich gesunken", wird der Leiter der Studie, Frank Mackenroth, zitiert.
PwC erwartet ein jährliches Wachstum des gesamten deutschen Musikmarkts von 2,7 Prozent bis auf 2,25 Milliarden Euro. Die Erlöse aus Musik-Downloads werden, geht es nach den PwC-Berechnungen, von heute 27 Millionen auf 415 Millionen Euro im Jahr 2010 steigen, jene aus dem Verkauf von Handy-Ringtones von 225 Millionen auf 506 Millionen Euro.
