Verlage prüfen Online-Bezahlsysteme
Der Verband Österreichischer Zeitungen [VÖZ] ist auf der Suche nach einem einheitlichen Zahlsystem für das Internet.
Eine im Auftrag des VÖZ erstellte Studie über 50 bereits bestehende Bezahlsystem soll nun als "Grundlage einer allfälligen Entscheidung der österreichischen Verlage für ein gemeinsames Bezahlsystem dienen", heißt es in der aktuellen Ausgabe des "VÖZ-Journals".
Ausschlaggebend bei der Bewertung der einzelnen Systeme sei dabei die Akzeptanz der Nutzer. Die Kunden legten auf Sicherheit und Anonymität, einfache Handhabung und einen raschen Überblick über die getätigten Transaktionen wert, heißt es weiter. Auf der Seite der Provider wiederum gelten Schutz vor Zahlungsausfällen und Hackern und ebenfalls die Akzeptanz als wesentliche Kriterien.
Auch Deutschland sucht Zahlsystem
Auch der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger [VDZ] sieht
naturgemäß die Bereitschaft, für bestimmte Internet-Inhalte zu
bezahlen, im Wachsen begriffen. Laut einer vom VDZ in Auftrag
gegebenen Studie können sich rund 51 Prozent der deutschen
Internet-Nutzer vorstellen, kostenpflichtige Webinhalte zu nutzen.
Deutsche wollen für Inhalte zahlenVerschiedene Systeme im Test
Die Palette bei den Zahlsystemen für Online-Transaktionen reicht von "Prepaid"-Systemen über Real-Time-Lösungen bis zu kreditbasierten Zahlungsverfahren. Auch das mobile Bezahlen wird verstärkt angeboten.
Über zehn bestehende Anbieter von unterschiedlichen Modellen wurden in der Studie ausgewählt, darunter etwa die PaySafe-Card, mobile Systeme [Zahlen mit SMS oder per Telefonat], Kreditkarten und das E-Mail-System Pay-Pal. Eine Arbeitsgruppe soll nun prüfen, welches System in Österreich "am besten" geeignet ist.
Der Trend, hochwertige Inhalte im Internet kostenpflichtig zu machen, sei jedenfalls "eindeutig", wird betont. Allerdings sind gerade im Medienbereich noch zusätzliche Faktoren zu beachten: Gesucht werden etwa Lösungen, die auch "die Verrechnung von Kleinstbeträgen wirtschaftlich interessant" machen, so das "VÖZ-Journal".
