07.02.2003

RINGABOOM

Bildquelle: Reuters

Handyattrappe war tödliche Waffe

Die französische Polizei hat bei einer Razzia zwei Handyattrappen sichergestellt, die mit je vier Schuß Munition "scharf" gemacht waren.

Die Kaliber 22 Patronen waren in der Mitte versteckt und konnten über das Touchpad abgefeuert werden. Die Antenne fungierte dabei als Lauf.

Der Chef der lokalen Polizeibrigade bezeichnete die Geräte als "bis auf zehn Meter Entfernung tödliche Waffen". Ähnliche Attrappen sind bereits 2001 in Belgien und den Niederlanden aufgetaucht. Ihr Herkunftsland vermutet die Polizei in Osteuropa.

Die Polizei nahm die Waffen zusammen mit verschiedenen Drogen und rund 25.000 USD Beute aus Überfällen in Verwahrung.

Gangster-Chic: Nokitel

Die beschriebenen Schieß-Handys tragen nach BKA-Angaben die Fantasieaufschrift "Nokitel". Ihre Herkunft sei unklar, das BKA gehe von einem Eigenbau aus.

Getarnte Waffen habe es schon immer gegeben, meinte der BKA-Sprecher, sodass von einer grundsätzlich geänderten Gefährdungslage nicht gesprochen werden könne.

Derartige Schusswaffen sollen laut BKA eine geringere Durchschlagskraft als herkömmliche Pistolen haben.