US-Student drohen 20 Jahre Haft
Ein ehemaliger Student des Bostoner College muss sich vor Gericht wegen der Verwendung von Keylogger-Software verantworten.
Er hatte die Software in zwei Nächten auf rund 100 Rechnern auf dem Campus installiert und damit Daten und Passwörter seiner Kommilitonen, aber auch Mitarbeiter des Colleges, ausspioniert.
Die Daten verwendete er um seine Campuswertkarte, die für Essen und Bücher verwendet wird, aufzuladen. Insgesamt 2.000 USD konnte er so unbemerkt einsammeln, sowie die Daten von 4.800 Personen.
Daten ausschnüffeln
Keylogger können in Form von relativ simpler Software im
Hintergrund alle eingegebenen Daten sammeln und an eine
E-mail-Adresse oder ftp-Adresse weiterleiten, aber auch kleinen
Geräten [in der Tastatur oder Tastaturkabel] installiert sein.
Keylogger können auch verschlüsselte Daten auslesen.
Boston CollegeBewährungsstrafe durch Kooperation
Anklage wird unter anderem wegen unerlaubtem Computerzugriff, abhören und Einbruch in ein Gebäude bei Nacht "mit der Absicht eine Straftat zu begehen" erhoben. Allein der letzte Punkt kann mit bis zu 20 Jahren Gefängnis geahndet werden.
Die Kooperation des Studenten, und dass er die privaten Daten nicht verkauft hat oder Kreditkartennummern verwendet hat, könnte das Strafmaß aber auf eine Bewährungsstrafe und gemeinnützige Arbeit senken.
