07.02.2003

2 MM DICK

Bildquelle: RWTH Aachen

Minisonde funkt Blutwerte aus dem Körper

Eine neue Minisonde von Aachener Forschern kann Blutdruckwerte direkt aus der Arterie nach außen funken. Das Gerät soll eine Langzeitkontrolle bei Hochdruck-Patienten ermöglichen.

Die nur zwei Millimeter dicke Sonde misst Blutdruck- und Temperaturwerte direkt in der Blutbahn und übermittelt diese drahtlos an eine Lesestation, die der Patient am Körper trägt.

Der Minisensor soll in zwei Jahren marktreif sein.

Zehn Mal pro Sekunde

Der Mikrochip funkt zehn Mal pro Sekunde die aktuellen Temperatur- und Blutdruckwerte an die Lesestation. Die Energie bezieht die Sonde über eine winzige Antenne aus den elektromagnetischen Wellen des Lesegerätes. Nach der Messung bleibt sie im Körper.

Die gespeicherten Daten kann der Arzt später am Computer auswerten.

Aus den Messungen könne auch die Herzfrequenz abgelesen und mögliche Herzrhythmusstörungen festgestellt werden, sagte der Mediziner Thomas Schmitz-Rhode vom Universitätsklinikum Aachen, der die Sonde mitentwickelt hat.

Reichweite muss erhöht werden

Allerdings bereitet die Reichweite der Funkkapsel den Forschern derzeit noch Probleme.

Mit nur drei Zentimetern ist sie noch zu kurz. Die Reichweite soll sich jedoch noch auf acht Zentimeter steigern lassen, was "auch für Patienten mit komfortablem Fettpolster" genügen würde.