BenQ prüft neues Geschäftsmodell
Der Pleite gegangene Handyhersteller BenQ Mobile soll Mobiltelefone für andere Auftraggeber produzieren.
BenQ Mobile soll mit einem neuen Geschäftsmodell gerettet werden. Insolvenzverwalter Martin Prager prüft derzeit die Option, dass BenQ Mobile künftig Handys für andere Auftraggeber produziert und nicht mehr unter eigenem Namen verkauft, berichtet die "Süddeutsche Zeitung".
Diese Auftraggeber könnten die Mobiltelefone dann unter ihrem jeweiligen Markennamen selbst vertreiben.
Jobabbau
Auch wenn dieses Modell Erfolg hätte, müssten dennoch viele der insgesamt 3.000 Arbeitsplätze gestrichen werden, meldet die Zeitung.
Wie viele Mitarbeiter tatsächlich gehen müssen, soll frühestens in einer Woche bekannt gegeben werden.
Prager hatte das neue Geschäftsmodell am Donnerstag bei einem Treffen mit Vertretern des früheren Mutterkonzerns Siemens, der IG Metall und Vertretern der Bundesagentur für Arbeit vorgeschlagen. Auch erste Gespräche mit Investoren und Geschäftspartnern wurden bereits geführt.
BenQ Mobile hatte vor zwei Wochen Insolvenzantrag gestellt. BenQ hatte vor einem Jahr die Handysparte von Siemens übernommen. Der Siemens-Konzern ist wegen des Verkaufs und der anschließenden Insolvenz in den vergangenen Wochen in die Kritik geraten.
(APA | AFP)
