12 Euro Urheber-Pauschale auf PCs
Die Schiedstelle des Deutschen Patent- und Markenamtes entschied am Dienstag, dass künftig eine Urheber-Pauschale in Höhe von zwölf Euro pro PC erhoben werden soll.
Auf die deutschen Verbraucher könnten dadurch nach Angaben des Branchenverbands Bitkom in diesem Jahr Mehrkosten in Höhe von 70 Millionen Euro zukommen.
"Dieser Einigungsvorschlag hat den Charakter eines Musterverfahrens", sagte der Vorsitzende der Schiedsstelle Jörg-Eckard Dördelmann in München. "Fest steht, dass wir diesen Schiedsspruch nicht akzeptieren werden", konterte BITKOM-Geschäftsführer Bernhard Rohleder.
Der Bitkom tritt seit Jahren im Streit mit den Verwertungsgesellschaften dafür ein, das pauschale Vergütungssystem, das seit 1965 etwa für Geräte wie Kassettenrekorder oder Kopierer gilt, nicht auf digitale Medien wie CD-Brenner und PCs auszudehnen. Moderne Verfahren wie digitale Wasserzeichen könnten den Kopierschutz nach Meinung des Branchenverbands deutlich differenzierter gewährleisten.
Deutsches Patent- und MarkenamtWettbewerbsnachteil
Die Computerindustrie befinde sich derzeit wirtschaftlich in einer äußerst schwierigen Lage, sagte Rohleder. "Die Unternehmen kämpfen ums Überleben, die Margen sind aufgebraucht."
Die Entscheidung der Schiedsstelle werde nicht nur dem Verbraucher, sondern auch Deutschland im europäischen Wettbewerb Schaden zufügen.
Bitkom
