Großbritannien kriegt Quellcode
Nach Russland erhält jetzt auch Großbritannien Einblick in den Quellcode von Microsoft.
Die britische Regierung nimmt dazu an dem Government Security Programm [GSP] des Softwarekonzerns teil. Mit der GSP-Initiative will Microsoft vor allem Regierungen von der Sicherheit seiner Windows-Produkte überzeugen.
Microsoft verspricht sich von dem Programm mehr Vertrauen der Kunden in die Produkte des Konzerns und in der Folge offensichtlich eine Umkehr des derzeitigen Trends zu Linux-Systemen in Behörden und Verwaltungen.
Die Quellcodes werden nach der Unterzeichnung entsprechender Verträge, die selbstredend die Weitergabe verbieten, den Regierungsstellen online zugänglich sein. Daneben sollen auch MS-Techniker als Berater zur Verfügung stehen.
MS-Quellcodes für die StaatssicherheitÜberprüfung des Quellcodes
Die britischen Behörden können nach Angaben von Microsoft in dem Programm die Quellcodes Zeile für Zeilen überprüfen. Daneben erhalten sie die Möglichkeit, Angriffe gegen die Software zu simulieren und können Sicherheitslücken in den Programmen bewerten.
Gleichzeitig ladet das Unternehmen die britischen Regierungsexperten ein, bei der Weiterentwicklung der Sicherheitsfeatures des Quellcodes mitzuarbeiten.
Bis vor rund zwei Jahren hatte der Konzern den Quellcode seiner Software gehütet, wie Coca Cola die Limonaden-Geheimformel. Im März 2001 gewährte MS dann erstmals etwa 1.000 seiner US-Großkunden Einblick in den Sourcecode von Windows 2000.
60 Regierungen sollen teil nehmen
Rund 60 Regierungen soll das Programm angeboten werden, darunter
auch Brasilien und China. Russland hat bereits vor zwei Wochen
Einblick erhalten. Auch die NATO soll an dem Programm teilnehmen.
Russland erhält Windows-Quellcode
