02.02.2003

MATRIX FORUM

Bildquelle: CW

Computergeschichte im schnellen Vorlauf

"Geschichte ist eine Form der Informationsverarbeitung mit besonderen Regeln, den Regeln der historischen Wissenschaft. Persönliche Erinnerungen oder Ausschnitte aus Tageszeitungen sind höchstens Bausteine für ein systematisches Gebäude einer bestimmten Architektur.

Diese kann sich ändern: jede Zeit muss sich ihre Geschichte neu schreiben", sagt Heinz Zemanek, der am Donnerstag die Ausstellung "Computerwelten" im Siemens-Forum in Wien eröffnete.

Die Ausstellung

Die Ausstellung erzählt die Geschichte vom Abakus bis zum Avatar im "Fast-Forward"-Modus.

Schon beim Untertitel wird klar, dass kein Anspruch auf Vollständigkeit gestellt werden kann. Jahrhunderte werden in ein paar Metern zurückgelegt und wären frühere Rechenmaschinen wie die Zuse Z23 nicht so groß gewesen, würde wohl auch das Kapitel Computer so schnell abgehandelt wie das Thema Software.

Dieser Teil der Geschichte hat auf einer Schautafel Platz. Mit ein paar Zeilen spannt man den Bogen

Rechnen im 16. Jahrhundert

Sehenswert ist der Rechentisch aus dem 16. Jahrhundert, der das "Rechnen auf der Linie" symbolisiert.

Imposant die elektronische Rechenanlage Zuse "Z23" aber auch die "Siemens 2002" und die Magnetspeichertrommel des Mailüfterls. Auch wenn sie Heinz Zemanek anhand der angegebenen Daten nicht wirklich wiedererkannt hätte.

Heinz Zemanek: "Ich weiß die Ziffern nicht auswendig, aber vier Millionen Bytes [Speicherkapazität] ist sicher weit zuviel. Das ist irgendeine ganz tolle Trommel, die hier beschrieben wird."