NEC gründet Supercomputer-Tochter
Der japanische Elektronik-Konzern NEC will mit einer Neuausrichtung seiner Firmenstruktur sein Engagement beim Bau von Supercomputern in Europa stärken.
Das Unternehmen gründet dafür eine eigenständige Tochter in Deutschland, teilte NEC am Donnerstag in Düsseldorf mit. Die NEC High Performance Computing Europe GmbH soll zum 1. Februar in Düsseldorf ihr Geschäft aufnehmen.
Wissenschaft und Forschung
Der Geschäftsbereich war zuvor unter dem Namen NEC European
Supercomputer Systems eine Division der NEC Deutschland GmbH. Das
Unternehmen vertrieb seit 1987 Supercomputer in Europa, die vor
allem für Wissenschaft und Forschung eingesetzt werden.
NECMarktanteil vergrößern
"Unser Ziel ist es, NECs Marktanteil auf dem Markt für Hochleistungs-Computersysteme zu vergrößern, indem wir unser Angebot um zusätzliche Plattformen, Services und Systemintegration erweitern", sagte Masaharu Sudoh, Chef des neuen Unternehmens.
Auf der "Top 500"-Liste der weltweit schnellsten Rechner belegt das japanische Unternehmen mit seinem "Earth Simulator" derzeit den ersten Platz. Mit 35 Billionen Rechenoperationen in der Sekunde wird die Anlage in Yokohama für die Berechnung von Klimaveränderungen und Erdbeben eingesetzt.
In Europa hat NEC nach eigenen Angaben zahlreiche Großkunden aus den Bereichen Meteorologie, Raumfahrt, Automobilindustrie sowie aus Forschungseinrichtungen.
