07.01.2000

POLITIK

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Clinton sagt Hackern Kampf an

Die US-Regierung will mit einem Milliardenaufwand die Sicherheit von Computersystemen verbessern. Präsident Bill Clinton werde am Freitag beim Kongress 2,03 Milliarden Dollar [rund 27 Mrd. ATS] für ein Programm zum Schutz amerikanischer Computer-Systeme beantragen, sagte dessen Sprecher am Donnerstag in Washington.

Die Regierung reagiert damit auf die Ergebnisse einer von Clinton in Auftrag gegebenen Studie, derzufolge wichtige Wirtschaftsbranchen zum Ziel von Angriffen von Computer-Hackern werden könnten. Dies könne zu schweren Störungen führen, hieß es in der Studie.

O-Töne

"Wir haben die Y2K-Herausforderung gemeistert, jetzt werden wir dem Cyber-Terrorismus ein Ende setzen", sagt ein Sprecher des Weißen Hauses. Zwei Wochen vor dem Jahreswechsel hörte man da ganz andere Töne aus dem Weißen Haus: Hacker wurden aufgerufen, sich zum Jahreswechsel in Zurückhaltung zu üben.

Die US-Regierung hat auch angekündigt, dass künftig die Ausbildung von Studenten unterstützt werden soll, die sich während des Studiums auf die Sicherheit von Computer-Systemen spezialisieren und nach ihrem Abschluss für die Regierung arbeiten wollen.

Außerdem will die Regierung Forschungs- und Entwicklungsprogramme zur Verbesserung der Datensicherheit bei Computern fördern.

Die Zahl der im Auftrag der Regierung registrierten Sicherheitsprobleme bei Computern ist in den USA von 1.334 im Jahre 1993 auf 4.398 in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres gestiegen. Im Februar 1998 kam es zu einem organisierten Hacker-Angriff auf die Computer des Verteidigungsministeriums.