29.01.2003

E-COMMERCE

Bildquelle: ORF.at

Neues Online-Bezahlsystem gestartet

Die großen heimischen Bankengruppen haben heute einen einheitlichen Zahlungsstandard [EPS] für den Online-Handel vorgestellt.

Das EPS-System kann von jedem der derzeit mehr als 1,5 Millionen österreichischen Online-Banking-User ohne zusätzliche Kosten genutzt werden.

Dank SSL-Verschlüsselung [Secure Socket Layer], PIN [Personal Identification Number] und TAN [Transaction Number] werde höchstmögliche Sicherheit gewährleistet.

Wie es funktioniert

Hat sich der Konsument bei einem Online-Händler für ein Produkt entschieden, kann er als Zahlungsform das EPS-fähige Online-Zahlungssystem seiner Hausbank auswählen.

Via Mausklick gelangt der Käufer so automatisch in das Online-Banking-System seiner Bank. Nach erfolgreicher Identifizierung erscheint die bereits vorausgefüllte Überweisungsmaske.

Der Käufer braucht nur noch mit einer Transaktionsnummer [TAN] zu unterschreiben.

Nachdem die Bank die Daten überprüft hat, erhalten Käufer und Verkäufer eine Transaktionsbestätigung. Für den Käufer entstehen dabei keine zusätzlichen Kosten.

Große Kundenbasis für Handel

Auch für den Handel ergeben sich Vorteile aus dem europaweit in dieser Form einzigartigen Standard.

Damit ergebe sich "eine deutlich erhöhte Kundenbasis", sagte Walter Jung, zuständiger E-Finance-Experte bei der Erste Bank. Die Implementierung sei einfach und unaufwendig - in maximal zwei Tagen sei das neue System installiert.

Derzeit sind 50 Internet-Shops - darunter Bipa, Stadt Wien, Hartlauer, Fleurop und "Der Standard" - an EPS angeschlossen, weitere sollen folgen.

Nächste Version soll Europa erobern

Auch international gebe es Interesse an EPS, derzeit besteht bereits eine Kooperation mit Finnland. Eine derzeit in Arbeit befindliche nächste Version soll in ganz Europa positioniert werden.