7,5 Prozent der Europäer haben Breitband
Die Zahl der Breitbandanschlüsse hat im vergangenen Jahr in Westeuropa massiv zugenommen.
Laut einer Studie des Marktforschers Strategy Analytics verfügten 2002 bereits 7,5 Prozent aller westeuropäischen Haushalte über einen High-Speed-Internet-Anschluss.
Führend war dabei Belgien mit 20,2 Prozent. Österreich liegt mit einer Marktpenetration von 10,3 Prozent im euopäischen Durchschnitt an sechster Stelle vor Spanien mit 8,8 und Deutschland mit 8,5 Prozent.
Wettbewerb sorgt für hohe Penetration
"Unsere Untersuchung zeigt, dass Breitband in Ländern wie
Belgien, Dänemark und den Niederlanden am erfolgsreichsten ist, da
es eine starke Konkurrenz zwischen Kabelanbietern und
Telekom-Providern gibt", sagte Strategy-Analytics-Manager Nick
Griffiths. "In diesem Sinne sollten Regierungen und
Regulierungsbehörden den Wettbewerb ankurbeln."
Strategy Analytics6,3 Mio. Neukunden mit ADSL oder Kabel
Im Vorjahr gab es laut der Studie alleine 6,3 Mio. neue Breitbanduser, eine Zunahme von 55 Prozent gegenüber 2001.
ADSL war dabei eindeutig die Nummer eins und konnte 76,1 Prozent aller neuen High-Speed-Abonnenten verzeichnen, während der Kabelanteil 22,6 Prozent betrug.
Im laufenden Jahr soll die Zahl der Haushalte mit Breitbandanbindung nochmals um 7,2 Millionen steigen und damit eine Gesamtzahl von 19,1 Millionen erreichen. Kabel wird dabei gegenüber 2002 leicht zulegen und bei den Neukunden einen Marktanteil von 25 Prozent erreichen, ADSL soll auf 71 Prozent kommen.
Ein Viertel bereit, für Content zu bezahlen
Mit der Verbreitung von Breitbandanschlüssen wächst einer Studie
zufolge deutlich die Bereitschaft der Nutzer, für Inhalte zu zahlen.
25 Prozent der europäischen Nutzer, die über eine schnelle
Datenleitung verfügen, sind laut Jupiter Research bereit, für
Musikangebote im Internet zu bezahlen. Bei den Nutzern mit
Schmalbandleitung seien es dagegen nur 18 Prozent.
Breitband-User sind zahlungsbereiterDrittel der Europäer mit Breitband bis 2008
Strategy Analytics geht davon aus, dass bis zum Jahr 2008 bereits 38 Prozent aller westeuropäischen Haushalte über Highspeed-Internet verfügen. ADSL und Kabel sollen dabei auch in Zukunft dominieren.
Andere High-Speed-Anbindungen wie via Satellit, Fibre-to-the-home und Powerline werden insgesamt nur 2,1 Prozent aller Haushalte erreichen.
