29.01.2003

MUSIK

Strafe für Downloads in Internet-Cafes

Der Download von Musik über Kazaa und Co. kann für britische Internet-Cafes künftig teuer werden.

Die britische Musikindustrie, vertreten durch die British Phonographic Industry [BPI], hat sich in einem Rechtsstreit gegen das "Easyinternet Cafe" durchgesetzt.

Brennen erlaubt

Die Internet-Cafe-Kette des Unternehmers Stelios Haji-Ioannou hatte ihren Kunden für eine Gebühr von fünf Pfund [7,57 Euro] den Download von Musik sowie das Brennen auf CD erlaubt.

Haji-Ioannou argumentiert, dass er nicht dafür verantwortlich gemacht werden könne, was seine Kunden an den Computern machen. Zudem biete sein Unternehmen dieses Service bereits seit September 2001 nicht mehr an. Das konnte jedoch das Gericht nicht überzeugen, das der Musikindustrie Recht gab.

BPI-Chairman Peter Jamieson freute sich über das Urteil. Es sei wichtig zur Unterstützung "lizenzierter Services". Die BPI hatte vor etwa eineinhalb Jahren geklagt. Nach einer Untersuchung hatte der Industrieverband in acht Städten Hunderte Musik-Files auf den Festplatten der Internet-Cafe-Kette gefunden.