27.01.2003

USA

Bildquelle: PhotoDisc

Früherkennungsnetzwerk gegen Bioterror

Die US-Regierung will ein Computernetzwerk einrichten, um Terroranschläge mit Biowaffen frühzeitig zu erkennen und bekämpfen zu können.

Das Center of Disease Control [CDC] wird in acht US-Städten ein System aufbauen, das Befunde aus Arztpraxen und Notaufnahmen von Spitälern sowie den Verkauf von bestimmten Medikamenten überwacht, um frühzeitig eine Warnung vor dem Ausbruch einer Seuche zu erhalten.

Keine namentliche Personenerfassung

Das System der Gesundheitsbehörden durchsucht zivile medizinische Datenbanken nach typischen Symptomen für den Ausbruch einer Seuche. Die CDC erhofft sich dadurch eine Frühwarnung bei Angriffen mit Pocken oder Milzbrand.

Daneben kann das System aber auch für die Früherkennung von natürlichen Epidemien wie Grippe genutzt werden, argumentieren die Befürworter des Systems.

Um die Bedenken von Datenschutzorganisationen zu zerstreuen, werden Personen nicht namentlich erfasst. Stattdessen werden nur die Krankheitssymptome, das Alter der Patienten, Geschlecht und Postleitzahl erhoben.

Die näheren Details zu dem Überwachungssystem soll Präsident George Bush am Dienstag in seiner jährlichen Ansprache zur Lage der Nation [State of the Union Address] bekannt geben.