Legale Downloads in US-Plattengeschäften
Sechs Plattenhandelsketten in den USA wollen ihren Kunden künftig in den Geschäften und über das Internet Musik zum Download anbieten. Kunden in den Geschäften sollen die Musik dabei auf portable Player überspielen.
Zu diesem Zweck haben die Ketten unter dem Namen "Echo" ein Joint-Venture gegründet, das die Technologie stellen und es ermöglichen soll, einzelne Titel in den Geschäften und über das Internet zum Download zur Verfügung zu stellen:
"Wir wollen, dass digitale Musik auf dem Massenmarkt funktioniert", sagte Dan Hart, oberster Chef von Echo. "Das ist bis jetzt nicht der Fall."
An dem System beteiligen sich bisher Best Buy, Tower Records, Virgin Entertainment, Wherehouse Music, Hastings Entertainment und Trans World Entertainment.
EchoKopierschutz inklusive
Wie Echo genau gestaltet wird, soll den einzelnen Geschäften überlassen werden. Um die unrechtmäßige Weiterverbreitung von Titeln zu verhindern, will Echo DRM-Software von Microsoft und Real Networks einsetzen.
Beobachter sehen die größte Herausforderung darin, die Plattenfirmen davon zu überzeugen, dem Projekt die Nutzungsrechte aus ihrem Katalog einzuräumen.
Hart sagte, er glaube, dass die Verbraucher zur Zahlung einer gewissen Summe bereit seien, dafür müsse aber ein größerer Gegenwert geboten werden.
Im vergangenen Jahr haben die großen Plattenfirmen in den USA ihre eigenen Online-Musikdienste auf Abonnementbasis gegründet. Diese legalen Alternativen zu illegalen Anbietern wie Napster und Kazaa kamen jedoch bisher bei den Verbrauchern nicht recht an. Die Musikindustrie macht die illegalen Dienste für den Rückgang ihrer Umsätze in den vergangenen Jahren mitverantwortlich.
