Spielwarenmesse ohne Konsolenhersteller
Die Nürnberger Spielwarenmesse will verlorene Geschäftsfelder zurückgewinnen. Im Bereich der elektronischen Spiele und beim Thema Hobby und Basteln gebe es Nachholbedarf, betonte der neue Vorstandsvorsitzende Ernst Kick.
"Bei den elektronischen Spielen sind uns ein bisschen die Felle davon geschwommen", sagte Kick. Keiner der drei großen Konsolenhersteller Sony, Nintendo und Microsoft ist in diesem Jahr auf der Messe vertreten.
Auf der 54. Internationalen Spielwarenmesse vom 30. Januar bis 4. Februar präsentieren mehr als 2700 Hersteller ihre Produkte. "Wir haben noch eine Warteliste", sagte der Messechef. Es müsse jedoch mehr über die Qualität der Aussteller gesprochen werden. Wichtiger als die "1700. Kopie eines Produktes" seien echte Innovationen. Mit Sonderschauen sollten künftig die Trends und Themen des Marktes stärker in den Mittelpunkt gerückt werden. Verstärken will Kick auch das Angebot an Information und Weiterbildung für die Fachbesucher. "Sie erwarten mehr als nur eine Präsentation der Produkte", sagte er.
Messe 2001: Pädagoge warnt vor "Monokultur des Spielens"Facheinkäufer gewinnen
"Wir wollen uns aber bemühen, ein Abbild der gesamten Branche zu zeigen" sagte Kick. Immerhin würden 24 Prozent des Branchenumsatzes mit elektronischem Spielzeug gemacht.
Der klassische Spielwarenhandel müsse sich entscheiden, ob er die elektronischen Produkte wie Konsolen oder PC-Spiele angesichts geringer Gewinnmargen überhaupt wolle. Für die Messe gehe es darum, die entsprechenden Facheinkäufer als Zielgruppe zu gewinnen.
