Identitätsdiebstahl boomt in den USA
Identitätsdiebstahl führt auch 2002 die Beschwerdeliste der Konsumentenschützer der Federal Trade Commission [FTC] der USA an.
Nach dem gestern veröffentlichten Jahresbericht der FTC befassten sich 43 Prozent aller 380.000 Beschwerden im vergangenen Jahr mit Identitätsdiebstahl und Betrügereien. Der Schaden wird für das vergangene Jahr mit 343 Mio. USD beziffert.
Bei den Beschwerden über Betrugsversuche in Zusammenhang mit Identitätsdiebstahl führen wie bereits 2001 die Internet-Auktionen mit 13 Prozent vor Online-Services mit sechs Prozent und Kreditangebote mit fünf Prozent. An der fünften Stelle der Liste finden sich Täuschungsversuche mit ausländischen Geldtransfers wie der so genannte "419"-Betrug mit vier Prozent der Beschwerden.
FTC-BerichtProblembewusstsein steigt
Den starken Anstieg der Beschwerden führt Howard Bales, Leiter des Konsumentenschutz-Büros der FTC, auf die Aufklärungsarbeit seiner Behörde zurück. "Mehr Leute wissen, wo sie sich beschwerden können", erklärte Howard.
Zusätzlich habe sich auch die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Behörden und Konsumentenschutzorganisationen verbessert.
Inzwischen können Konsumenten in den USA ihre Beschwerden auch über das Internet an die Behörden weitergeben. Die Beschwerden über Identitätsdiebstahl und Online-Betrug werden in der Consumer-Sentinel-Datenbank der FTC gesammelt. Die Datenbank wird von rund 630 Strafverfolgungsbehörden genutzt.
