22.01.2003

DEUTSCHLAND

Bildquelle: PB

Verfolgungsjagden am Rechner üben

Mit Hilfe eines "weltweit einzigartigen" Trainingskonzeptes will die bayerische Polizei in Zukunft Einsatzfahrten mit Blaulicht üben.

Im Zentrum der Ausbildung steht dabei ein in den vergangenen beiden Jahren entwickelter Autosimulator. Das neue Gerät wurde heute bei der Bereitschaftspolizei in Sulzbach-Rosenberg vorgestellt.

In dem Simulator sollen junge Polizisten auf "Verfolgungsjagden" oder "andere rasante Einsatzfahrten im dichten Straßenverkehr" vorbereitet werden. So könne am Computer geübt werden, wie Gefahrensituationen zu bewältigen sind, erklärten die Verantwortlichen des Projektes. Aus sicherheitsrelevanten Gründen könnten solche Fahrten nicht im richtigen Straßenverkehr trainiert werden.

Simulations-Herausforderung

Mitte 2000 hatte die Polizeibehörde gemeinsam mit einer Elektronikfirma und Verkehrswissenschaftlern der Universität Würzburg begonnen, den Autosimulator und ein Ausbildungskonzept zu entwickeln.

Nach Angaben der Entwickler ist ein Simulator für den Straßenverkehr schwieriger zu programmieren als ein Flugzeug- oder Zugsimulator. Fußgänger, andere Autofahrer, Kreuzungen, Spurwechsel und Gassenbildung kämen eben nur im Straßenverkehr vor.

In den kommenden drei Jahren sollen der Simulator und der Ausbildungsplan für die jungen Gesetzeshüter auf ihre Praxistauglichkeit überprüft werden. Das Modellvorhaben kostet rund 1,3 Millionen Euro.