DVD-Recorder mit Festplattenspeicher
Heuer sollen nach Willen der Industrie DVD-Recorder nicht nur stärkeren Absatz finden, sondern auch mit Festplatten und neuen Videocodecs ausgestattet werden.
Die Hersteller überschlagen sich derzeit, fertige Chiplösungen für Videocodecs, die vor allem aus dem PC-Bereich bekannt sind, zu entwickeln.
So sollen Kompressionsformate wie MPEG-4, WMV [Windows Media Video] und DivX Einzug in Consumer-Geräte halten. Zusammen mit einer eingebauten Festplatte sollen künftige DVD-Recorder Stunden von Videomaterial speichern und danach entweder auf DVD brennen oder auf den PC überspielen können.
Chips für MPEG-4 und DivX
Die aktivste Entwicklungsarbeit betreiben derzeit die Unternehmen
Cirrus Logic, ESS Technology und Philips Semiconductors.
Die aktuelle EntwicklungLängere Aufnahmezeiten
Diese Chips können in digitale Videorecorder, die ihre Daten auf Festplatten, DVDs oder beidem speichern, problemlos eingebaut werden. Durch die Verwendung der jungen, effizienten Kompressionstechnologien kann nicht nur die Aufnahmezeit verlängert werden, sondern auch Content aus dem Netz gestreamt oder Daten mit dem PC ausgetauscht werden.
Die rasante Entwicklung erlaubt einen ständigen Preisverfall bei DVD-Recordern mit eingebauter Festplatte. Mittlerweile sticht die Festplatte als teuerste Komponente der Geräte hervor - Toshiba hat seinen Recorder RD-SX30 bereits eine kleinere Platte [60 statt 80 GB] verpasst, um Kosten zu sparen.
130 Stunden Video
Mit dieser können aber dank der Verwendung von MPEG-4 immerhin noch 130 Stunden Video bei einer Datenrate von einem Megabit pro Sekunde gespeichert werden.
