50-Mio-Kredit für MobilCom genehmigt
Die EU-Kommission will für den angeschlagenen Mobilfunkanbieter MobilCom einen 50 Millionen Euro-Kredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau [KfW] genehmigen.
Die im September 2002 ausgezahlte Summe sei für das Überleben des Konzerns notwendig gewesen, hieß es am Montag in Kommissionskreisen in Brüssel. Das staatlich verbürgte Darlehen werde zudem ordnungsgemäß verzinst. Die Kommission wird voraussichtlich an diesem Dienstag den Kredit billigen.
Die deutsche Bundesregierung habe im November vergangenen Jahres in Brüssel aber eine höhere Summe für die MobilCom angemeldet, hieß es. Die Kredite staatlicher Banken sollten dreistellige Millionenhöhe haben. Den Rest der Gelder werde die Kommission erst dann genehmigen, wenn die Regierung einen Sanierungsplan vorlege, verlautete aus Kommissionskreisen. Er müsse Details über die Restrukturierung und die künftige Rentabilität des Unternehmens nennen. Für die Prüfung kann sich die Kommission 18 Monate Zeit lassen.
Mobilcom-Gründer ohne Mehrheit im AufsichtsratScheitern an UMTS
MobilCom war beim milliardenschweren Aufbau der UMTS-Mobilfunktechnik an den Rand der Zahlungsunfähigkeit geraten. Im November 2002 wurde der Konzern vor der Insolvenz gerettet. Dafür verzichtete der Großaktionär France Telecom auf Milliardenbeträge.
