Sms.at durch Kostenpflicht in Gewinnzone
Sms.at, Tochter der österreichischen Universal Communication Platform AG [ucp], hat im Geschäftsjahr 2002 einen Umsatz von 4,66 Mio. Euro und einen Gewinn nach Abschreibungen von rund 728.000 Euro eingefahren.
Damit liegt das Unternehmen nur knapp über dem Umsatz des Vorjahres. Damals wurden - noch vor dem Abdrehen des Gratis-SMS-Service - in nur neun Monaten 3,9 Mio. Euro erzielt.
Kostenpflichtige Massendienste
Dennoch sieht ucp die Einführung der Kostenpflicht als eine
Erfolg generierende Maßnahme: "Der radikale Schritt, als erstes
Portal in Österreich Massendienste kostenpflichtig zu machen, hat
sich gelohnt", meint Jürgen Pansy, technischer Geschäftsführer von
Sms.at.
Sms.at im VorjahrDen Löwenanteil des Jahresumsatzes machen immer noch die Einnahmen aus dem Vertrieb von Mehrwertdiensten wie Logos, Klingeltönen, Fotonachrichten und Bildmitteilungen aus.
Derzeit würden knapp 100.000 User für die Nutzung des Web-SMS-Dienstes zahlen, so Sms.at.
Für das Geschäftsjahr 2003 strebt das Unternehmen ein Umsatzwachstum von rund zehn Prozent auf 5,1 Mio. Euro an. Der SMS-Markt werde auch in den nächsten Jahren kontinuierlich wachsen, so Geschäftsführer Lutz im Gespräch mit der futureZone.
"Zusätzlich kommen noch MMS hinzu. Es bleibt allerdings vorerst ein total elitärer Service, der nur von den 'early adopters' genutzt wird." Web-MMS sollen im 2. Quartal dieses Jahres eingeführt werden.
Derzeit ist T-Mobile größter Aktionär der Mutter ucp AG. Deswegen konnten sich T-Mobile-Kunden gratis für den Web-SMS-Dienst anmelden. 30.000 sind dem Werbeaufruf gefolgt.
30 Prozent der User weg
Insgesamt sind durch die Einführung von Gebühren rund 30 Prozent der User abhanden gekommen. Bei den versandten SMS ist der Einbruch viel größer - "vor allem Clubbingbetreiber verschicken nun nicht mehr über Sms.at ihre Einladungen an Tausende Nummern". Durch die Registrierung mit SIM-Karte sei auch die Zahl der Polizeikontakte wegen unerwünschter SMS-Nachrichten von sieben auf einen pro Woche gesunken.
